Weihnachten Ein Familienfest in ganz Luxemburg

Weihnachten und COVID-19

Die Feierlichkeiten zum Jahresende sind immer eine Gelegenheit, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und geliebte Menschen zu sehen. Leider werden wir Letzteres dieses Jahr nicht tun können. Um sich selbst und die Menschen, die Ihnen nahe stehen, zu schützen, halten Sie Abstand und überprüfen Sie Covid19.lu regelmäßig auf Updates zu den Einschränkungen.

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Die Luxemburger feiern Weihnachten am 25. Dezember. Dies ist einer der wichtigsten christlichen Feiertage des Jahres. Sie feiern die Geburt von Jesus von Nazareth, Gottes Sohn. An Heiligabend, dem 24. Dezember, versammeln sich die Familien zu einem feierlichen Essen und die praktizierenden Christen nehmen an der Christmette teil.

Ein religiöses Fest

In Luxemburg ist die Mehrheit der Bevölkerung katholisch. Um Weihnachten zu feiern besuchen die praktizierenden Katholiken entweder die Christmette (Metten) oder die Weihnachtsmesse am 25. Dezember. Eine besonders schöne Christmette wird jedes Jahr in der Kathedrale Unserer lieben Frau von Luxemburg gefeiert. 

In vielen Dörfern werden so genannte Krëppespiller (Krippenspiele) von den Kindern der Pfarrei aufgeführt, die als einer der Höhepunkte der Weihnachtszeit gelten. Sie finden üblicherweise in den Kirchen statt und ziehen jedes Jahr eine Menge Menschen in ihren Bann.

Auch wenn es sicher einige Luxemburger Traditionen und Gebräuche gibt, so haben die vielen ausländischen Gemeinschaften Luxemburgs ihre eigenen Gebräuche aus ihren Heimatländern mitgebracht.

Der traditionelle Adventskalender ist aus keinem Haushalt wegzudenken. Kinder und Erwachsene freuen sich, morgens eine kleine Überraschung zu erleben und die Vorfreude auf Weihnachten zu steigern.
© congerdesign
Die Krippenaufführungen am 24. Dezember sind eine Gelegenheit für die örtliche Gemeinde, zusammenzukommen und einer Aufführung beizuwohnen, für die die Kinder der Pfarrei wochenlang geprobt haben.
© Service Communication et Presse (cathol.lu)

Ein Familienfest

Weihnachten ist aber vor allem ein Fest, an dem die Familien sich zu einem reichhaltigen Festmahl versammeln.

Früher war es Tradition gemeinsam nach der Christmette Träipen (Blutwurst) mit Kartoffelbrei und Apfelmus zu essen. Heutzutage fällt das Mahl etwas weniger typisch aus: Pute, Fondue, Meeresfrüchte, Bûche de Noël, Stollen...

Allerdings haben immer noch einige typisch luxemburgische Gerichte in der Weihnachtszeit Hochkonjunktur: Gromperekichelcher (Kartoffelpuffer), Boxemännercher (Stutenkerle), Glühwäin (Glühwein) oder Egg Nogg (ein süßes Getränk mit Sahne, Vanille und Rhum).

An Weihnachten macht man seinen Familienmitgliedern Geschenke. Kindern erzählt man häufig, dass das Chrëschtkëndchen (Christkind) die Geschenke bringt. In manchen Familien werden die Weihnachtsgeschenke an Heiligabend geöffnet, bei anderen findet die Bescherung erst am 25. Dezember statt. Die Geschenke werden unter den Weihnachtsbaum gelegt, der in den meisten Haushalten in Luxemburg steht.

Der Advent und die Weihnachtsvorbereitungen

Rund um Weihnachten lassen die vielen Weihnachtsmärkte, Umzüge, Krippen, beleuchteten Straßen, dekorierte Läden, Konzerte und andere Animationen im ganzen Land eine magische Stimmung aufkommen. Die Stadt Luxemburg organisiert zum Beispiel jedes Jahr eine Festtagsstimmung mit "Winterlights", einer Reihe von Veranstaltungen in der Adventszeit: Christmas Parade, Weihnachtsmärkte, öffentliche Konzerte, Ausstellungen und andere Events.

© SIP / Zineb Ruppert

In den Wochen vor Weihnachten finden Weihnachtsfeiern in den Kindertagesstätten, Schulen, Altenheimen, Sportklubs, usw. statt, die zu der vorweihnachtlichen Stimmung beitragen.

In den Grundschulen studieren Kinderchöre wochenlang Weihnachtslieder ein. In den Familien werden Kekse gebacken, was vor allem den Kleinsten Freude bereitet. Die Häuser werden je nach der Kultur der jeweiligen Bewohner prächtig geschmückt.

Viele Haushalte stellen ihre Weihnachtsbäume bereits zwei bis drei Wochen vor Weihnachten auf. Die Bäume werden dann anläßlich des Buergbrennens weiterverwertet.

Am ersten Adventssonntag wird die erste Kerze des Adventkranzes angezündet. In den meisten Haushalten wird jedes Jahr ein Adventskranz aus Tannen- Kiefern- oder Mistelzweigen, gebastelt oder gekauft. An jedem Adventssonntag wird eine weitere Kerze angezündet.

Die Kinder überbrücken die Wartezeit bis Weihnachten, indem sie täglich ein Türchen ihres Weihnachtskalenders öffnen. Früher waren Heiligenbilder in den Kästchen versteckt, heute findet man dort Kekse, Schokolade oder Miniaturspielzeug. Und sie sind beileibe nicht mehr nur für Kinder.

Wenn es dann soweit ist, wünschen sich die Luxemburger nur noch eine weiße Schneedecke, um das Fest perfekt zu machen.

Feiertage und Schulferien

Für viele Luxemburger ist Weihnachten eines der wichtigsten Feste des Jahres. Der 25. Dezember (Chrëschtdag) und der 26. Dezember (Stiefesdag) sind gesetzliche Feiertage

Die meisten Läden, Banken und Betriebe schließen an Heiligabend im Laufe des Nachmittags und bleiben dann am 25. und 26. Dezember geschlossen. Die Kinder der Grund- und Sekundarschule können sich ihrerseits auf zwei Wochen Ferien freuen.