Am  ersten Sonntag nach Karneval  werden quer  durchs Land Buergen (Burgen) angezündet, um den Winter  zu vertreiben. Dieses traditionelle Fest zieht jedes Jahr Menschen in allen Gemeinden des Landes an. Es ist die Gelegenheit, Nachbarn, lokale Persönlichkeiten und Vereine zu treffen, die zu diesem Anlass zusammenkommen.

Fort mit dem Winter!

Jedes Dorf hat seine eigene, mal größer, mal kleiner. Die Buergen, die am  ersten Sonntag nach Karneval, dem Buergsonndeg, auf den  Anhöhen des Landes angezündet werden, sindriesige Scheiterhaufen, die den Winter vertreiben sollen. Ihre Form kann variieren – manchmal handelt es sich um eine kleine Burg, meistens jedoch haben sie die Form eines riesigen Scheiterhaufens mit einem Kreuz in der Mitte.

Als Brennmaterial werden meistens Stroh, Geäst sowie Rundholzstücke benutzt. Auch alte Weihnachtsbäume werden verwendet. Meistens werden die  Buergen  von Jugendorganisationen errichtet, die manchmal auch einen Fackelzug vom Dorf bis zur Buerg organisieren, um diese unter den Blicken der Menge anzuzünden .

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Ein Brauch, bei dem das Dorf zusammenkommt

Das Fest fängt gewöhnlich am Nachmittag mit dem  Errichten der  Buerg an, gefolgt von einem Fackelzug, und endet mit dem Anzünden des Scheiterhaufens bei Einbruch der Nacht. In einigen  Ortschaften gebührt dem zuletzt  verheirateten Paar  oder einer lokalen Persönlichkeit die  Ehre, die Buerg anzuzünden.

Gegrilltes  und traditionelle Speisen wie  Ierzebulli ( Erbsensuppe ), Bouneschlupp (Bohnensuppe) oder Glühwäin ( Glühwein) werden serviert, um die  Zuschauer  aufzuwärmen. Häufig wird auch noch bis tief in die Nacht weitergefeiert, wenn der Scheiterhaufen schon längst nur noch Glut ist.

Die Ursprünge

Ursprünglich war das Buergbrennen oder Faaschtefeier (Fest der Fastenzeit) ein heidnischer Brauch.

Die Tradition des Buergbrennens  findet seit  alters her zum Frühlingsanfang statt. Das Feuer  steht für die Wiedergeburt des Frühlings und die Vertreibung des Winters; es ist der Triumph der Hitze über die Kälte, des Lichts über die Dämmerung. Manchmal liest man auch, dass die Feuersbrunst der Buerg  eine symbolische Erinnerung an jene Zeiten ist, als man Hexen verbrannte.

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