Die luxemburgischen Spezialweine In den Spätlesen und dem Crémant spiegeln sich die Exzellenz und Innovation des luxemburgischen Weinanbaugebiets wider

Luxemburg entwickelt sich permanent weiter, wie es die Herstellung der Spezialweine veranschaulicht. Seit 1991 bezieht sich der Name "Crémant de Luxembourg" auf die luxemburgischen Qualitätsschaumweine, die per Gesetz festgelegte, strenge Bedingungen erfüllen. Im Jahr 2001 kamen noch die Spätlese, der Strohwein und der Eiswein als Spezialitäten hinzu; dabei handelt es sich um aus guten Jahren hervorgegangene, einzigartige Tropfen, deren Mengen äußerst begrenzt sind.

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Die späten Weine: Eiswein, Strohwein und Spätlese

Die Spätlesen sind außergewöhnliche Tropfen: mit enormer Sorgfalt hergestellt, werden die Trauben nach der üblichen Weinlese am Ende des Sommers geerntet und nach strengen Kriterien verarbeitet, welche die von der Appellation d’origine protégée – Moselle luxembourgeoise garantierte Qualität sicherstellen.

Der Eiswein entstammt Trauben, die bei einer Außentemperatur von mindestens -7°C natürlich gefroren sind. Tritt dieses Phänomen ein, kristallisiert ein Teil des in den Traubenbeeren enthaltenen Wassers. Diese gefrorenen Trauben werden gepresst, sodass ein Most mit hohem Zuckergehalt entsteht. Der daraus hervorgehende Wein ist sehr konzentriert, aromatisch und likörähnlich und wird gewöhnlich aus den Rebsorten Pinot blanc, Pinot gris und Riesling hergestellt.

Der Klimawandel wirkt sich direkt auf diese luxemburgische Tradition aus, die dadurch leider gefährdet sein könnte. Intensive Frosttage im November oder Dezember sind in der Tat zunehmend selten, und die niedrigen Temperaturen halten nicht mehr lange an. Zudem wirken sich die zunehmend heißen Sommer auf die frühe Reife der Trauben aus, die aufgrund eines höheren Zuckergehalts mehr Frost brauchen, um zu gefrieren.

Lassen Sie sich also die Gelegenheit nicht entgehen, diesen außergewöhnlichen Wein, der auf Luxemburgisch Äiswäin genannt wird, zu probieren, sobald er verfügbar ist!

Fiederwäissen sticht nicht nur durch seinen Geschmack, sondern auch durch sein trübes Aussehen hervor.
© SIP / Jean-Christophe Verhaegen

Fiederwäissen, eine festliche Tradition

Der Fiederwäissen ist ohne Zweifel ein Spezialwein, aber vor allem eine luxemburgische Tradition. Im Gegensatz zu den späten Weinen handelt es sich hier um einen noch nicht fertig gegärten Weißwein aus den laufenden Weinlesen. Er steht synonym für einen festlichen Aperitif, der gerne frisch verkostet wird.

Haben Sie Lust, diese luxemburgische Tradition zu entdecken? Machen Sie sich im Herbst auf, und erleben Sie auf dem Wanderweg Am Herscht bei Fiederwäissen und Zwiebelkuchen die Atmosphäre der Traubenlese. Bitte beachten Sie, dass dieser Wein nur in diesem Zeitraum verfügbar ist.

Was den Strohwein anbelangt, haben die Winzer eine ganz besondere Art, die Trauben zu lagern, woraus sich auch der Name ableitet. Die gelesenen Trauben werden auf Strohmatten ausgebreitet und an der Luft mindestens zwei Monate lang in einem belüfteten Raum getrocknet, um Fäulnis zu vermeiden. Während dieses Prozesses verdampft das Wasser, und die Zuckerkonzentration steigt enorm. Anschließend werden die Trauben gepresst, und daraus geht ein schwerer aromatischer und süßer Wein hervor, der sich sehr lange hält. Die für diese Spezialität am meisten verwendeten Rebsorten sind Auxerrois und Gewürztraminer, obwohl einige Strohweine auch aus Pinot blanc, Pinot gris oder Riesling hergestellt werden.

Die Ernte für die Herstellung der Strohweine erfolgt oft am Wochenende im Kreise der Familie, und zwar ganz sorgfältig, um nur die besten Trauben zurückzubehalten. Eine Verkostung des Strohweins bringt Ihnen nicht nur dieses süße und spezielle Bukett nahe, sondern auch die Familientradition und die Liebe zum Wein.

Die Spätlesen werden aus reifen Trauben hergestellt, die teilweise Botrytis, eine edle Schimmelfäule, aufweisen. Dieser Pilz zerstört die Haut der Trauben und lässt einen Teil des enthaltenen Wassers verdampfen. Daraus entstehen eine natürliche Konzentration von Inhaltsstoffen und zucker- und alkoholreiche Weine mit starken und süßen Aromen wie Honig oder Karamell. Für die Herstellung werden mehrere Rebsorten verwendet: Pinot blanc, Pinot gris, Auxerrois, Gewürztraminer und Riesling.

Traditionell werden diese reichhaltigen Weine zu Foie gras (Gänseleberpastete) serviert, insbesondere der Strohwein, aber Sie können sie auch begleitend zu Blauschimmelkäse oder ganz einfach am Ende einer Mahlzeit als Digestif genießen und so einem speziellen Tag abschließend eine süße Note verleihen.

Der Crémant de Luxembourg

Es gibt zahlreiche luxemburgische Schaumweine, aber nicht alle dürfen "Crémant" genannt werden. Es handelt sich tatsächlich um einen weißen oder roséfarbenen Qualitätsschaumwein auf höchstem Niveau mit einer damit verbundenen Bezeichnung, die ausschließlich verwendet werden darf, wenn die gesetzlichen Bedingungen erfüllt sind. So müssen die Trauben beispielsweise von Hand geerntet werden; der Wein muss aus der Kelterung von ganzen Trauben gewonnen werden; die Weine müssen mindestens neun Monate lang ununterbrochen in demselben Betrieb gelagert werden...

Der Crémant de Luxembourg, eine seit 1991 hergestellte Spezialität, ist das Ergebnis des Innovationsgeistes der luxemburgischen Winzer, die den Sinne für Tradition und Kreativität zu kombinieren wussten, um ein Produkt auf der Grundlage von aromatischen lokalen Trauben mit einer erfrischenden Säure zu schaffen, das die anspruchsvollsten Kenner begeistert.