In Luxemburg hat die autofreie Fortbewegung Rückenwind. Angesichts der schrittweisen Zunahme des Automobilverkehrs scheinen die Einwohner immer stärker für sanfte Mobilität sensibilisiert zu sein. 

Zu dieser zählt die Fortbewegung mit dem Fahrrad, zu Fuß oder anderen nicht-umweltverschmutzenden Fortbewegungsmitteln wie zum Beispiel Elektro-Skateboards. Doch im Strudel dieser neuen Trends der Mikromobilität konnten vor allem Roller - elektrisch oder nicht - die Städte erobern. Sie finden besonders unter jungen Menschen und Personen, die für ihren Arbeitsweg die verstopften Straßen meiden, großen Anklang.

Die Vorteile der sanften Mobilität liegen auf der Hand: schneller auf kurzen Entfernungen, gut für die Gesundheit, umweltfreundlich, minimale Kosten.

Angesichts aller Vorteile dieser städtischen Verkehrsmittel leisteten die Behörden ihrerseits viel Arbeit. E-Bike-Verleihstationen werden im öffentlichen Raum in Luxemburg immer präsenter. Dies ist ein starkes Zeichen, um die sanfte Mobilität zu fördern.

Vor allem das Fahrrad

Umweltfreundlicher als das Auto, schneller als zu Fuß und vor allem besser für die Gesundheit: in der Theorie hat das Fahrrad viele Vorteile, was die alltägliche Fortbewegung betrifft. Vor allem bei in der Stadt gelegenen Arbeitsplätzen erweist sich das Fahrrad als das schnellste Fortbewegungsmittel.

Die Fahrt am Stau vorbei bringt nicht nur einen Zeitgewinn; selber in die Pedale treten hat darüber hinaus einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und die Umwelt.

Auf etwas längeren Strecken bietet es sich an, das Fahrrad und den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) miteinander zu verbinden.

Im Großherzogtum nimmt die Förderung des Fahrrads rasch zu. Es wurde beträchtlich in die Entwicklung eines nationalen Radwegenetzes investiert, städtische Fahrradverleihe nehmen rasant zu, und selbst im Tourismusbereich positioniert sich Luxemburg als Pflichtreiseziel für den Fahrradtourismus (bed&bike).

Fahrradwege

Ob in der freien Natur, neben ehemaligen Gleisstrecken, auf unebenen Wegen am Fuße einer ehemaligen Burg oder entlang eines Flusses, die luxemburgischen Radwege sind so vielfältig wie beeindruckend. 

Das Großherzogtum verfügt derzeit über ein 600km langes Radwegenetz, es ist aber geplant, das Netz auf etwa 900km auszuweiten.

Dabei wird besonders viel Wert darauf gelegt, Fahrradwege innerhalb der Ortschaften anzulegen, um so das Fahrrad als Transportmittel weiter zu fördern.

Um die sanfte Mobilität zu fördern, wurden die lokalen Fahrradwege an das nationale Fahrradwegenetz angeschlossen.

Mit dieser Idee im Hinterkopf hat die Stadt Luxemburg ein Konzept für Fahrradmobilität ausgearbeitet welches man auf der Internetseite einsehen kann.

Fahrradverleih

Leihfahrräder können überall im Land ausgeliehen werden, und die Städte Luxemburg und Esch-sur-Alzette verfügen über eine eigenes Ausleihsystem. Andere Städte und Kommunen haben ebenfalls Projekte zur Vermietung von Fahrrädern ins Leben gerufen.

  •  veloh.lu –  Leihfahrradsystem in Luxemburg-Stadt
  •  velok. lu – Leihfahrradsystem der Stadt Esch-sur-Alzette
  •  Fahrradverleih in  Luxemburg auf dem Tourismusportal visitluxembourg.com
  • Fahrradverleih  in Luxemburg auf der Seite der Mobilitätszentrale

Zug, Bus und Fahrrad

In Luxemburg ist die Mitnahme eines Fahrrads im Zug oder Bus gratis.

 Bahn: auf dem gesamten Netzwerk der CFL kann der Kunde sein Fahrrad im Zug mit sich führen, vorausgesetzt, dass er das Rad eigenhändig in und aus dem Zug transportiert.

Bus:  Fahrräder im Bus zu transportieren ist nur erlaubt, wenn der Bus dafür geeignet ist.

M- Box:  Gesicherte Fahrradboxen M-Box  befinden sich nahe des öffentlichen Personennahverkehrs und garantieren, dass die Fahrräder vor Diebstahl und Vandalismus geschützt sind.

  •  CFL - Wandern & Radfahren
  • Fahrrad-Bus – luxemburgische Landschaften entdecken, mit speziellen, auf den Fahrradtransporte ausgerichteten, Bussen

Fahrradschule

Sie können (noch) nicht Fahrrad fahren? Die Luxemburger Fahrrad-Initiative (Lëtzebuerger Vëlo-Initiativ a.s.b.l., LVI) organisiert Fahrradkurse für Erwachsene.

Mit dem Fahrrad zur Arbeit – Mam Vëlo op d’Schaff

Verbrennen Sie Kalorien statt Benzin, indem Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren!

Ziel dieser Initiative der Mobilitätszentrale ist es, an mindestens 15 Tagen mit dem Fahrrad zu fahren. "Mit dem Fahrrad zur Arbeit" findet jedes Jahr von Anfang Mai bis Ende Juli statt. Das Fahrrad zusammen mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu nutzen wird von der Initiative ebenfalls gefördert.

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