Luxembourg Art Week 2022 Ein einmaliger Treffpunkt rund um die zeitgenössische Kunst für alle Kunstliebhaber und -sammler

Vom 11. bis 13. November 2022 findet die 8. Ausgabe der Luxembourg Art Week statt. In diesem Jahr werden anlässlich dieses absoluten Highlights für Liebhaber und Fachleute der Kunstszene über 17.000 Besucher erwartet, um 80 Galerien für zeitgenössische Kunst, kulturelle Institutionen sowie nationale und internationale Künstlerkollektive zu entdecken. Haben wir Sie noch nicht überzeugt? Dann werden wir Ihnen noch mehr Gründe verraten, warum Sie dieses Kunstevent auf keinen Fall verpassen sollten!

Adrien Vescovi, Land I, II, III, 2019
© Aurélien Mole, Palais de Tokyo
Arny Schmit, Red room, 2021 (Detail)
© Arny Schmit

Eine Entdeckungsreise durch drei komplementäre Bereiche

Die Luxembourg Art Week ist die wichtigste internationale Messe für zeitgenössische Kunst in Luxemburg. Die Veranstalter laden Sie vom 11. bis 13. November auf den Glacis ein, den öffentlichen Platz inmitten der Hauptstadt zwischen Kirchberg und dem historischen Zentrum. Auf einem temporären Ausstellungsgelände von über 5.000 m2 können Sie gemütlich und ungezwungen 80 Galerien aus 14 Ländern von 5 Kontinenten besuchen, die sich in drei Bereiche gliedern: 

  • Main Section: über 30 bekannte regionale und internationale Galerien.
  • Take Off: Prospektion von rund 25 jungen Galerien und Künstlern, Institutionen, Organisationen und Künstlerkollektiven, die Kunstwerke zu erschwinglichen Preisen anbieten und die Gelegenheit nutzen, um ihre Arbeit einem breiteren Publikum vorzustellen.
  • SOLO: ein neuer Bereich, in dem 6 monografische Ausstellungen gewürdigt werden. Die Auswahl der Künstler, die eigens für die Messe konzipierte Projekte präsentieren, erfolgt durch ausstellende Galerien.

In diesem Jahr wird im Rahmen der Luxembourg Art Week der Schwerpunkt auf die Verbesserung der Szenografie und der angebotenen Leistungen gelegt: neuer Diskussions- und Konferenzraum und zwei Catering-Bereiche. Die Besucher können umgeben von den monumentalen und farbigen Leinwänden von Adrien Vescovi eine Kaffeepause einlegen oder zu Mittag essen und werden in den Messegängen von skulpturalen Blumenkompositionen der jungen Floristin Kathlyn Wohl sowie Objekten und Möbeln der Designmarke ARGUMENT empfangen. 

Der Eintritt ist für Erwachsene kostenpflichtig, für Kinder und Studierende jedoch frei. Sie können Ihre Eintrittskarten online kaufen.

Außerhalb der Mauern: ein verstärktes Programm mit Partnern aus der Region

Vom 12. bis 27. November findet der Kunstsalon des CAL – Cercle Artistique du Luxembourg im Tramsschapp statt. Dieser Salon bietet einen allgemeinen Überblick über das lokale künstlerische Schaffen und zeigt die Qualität und Vielfalt der Luxemburger Kunstszene. Die 45 Künstler wurden von einer internationalen Jury ausgewählt und stellen jeweils 3 persönliche Werke aus. Der Eintritt zum Salon ist frei.

Das Casino Luxembourg – Forum für zeitgenössische Kunst organisiert nicht nur die Eröffnungsfeier (11. November) unter der musikalischen Kuration des Künstlers Andrea Mancini, der derzeit im Forum ausstellt, sondern auch eine offene Diskussion rund um die junge Kuratorenszene (11. November) und ein Podiumsgespräch (10. November) zwischen Louisa Clement und der Psychoanalytikerin Georgette Schosseler rund um das Kunstwerk zwischen der Künstlerin und dem Publikum.

Zwei monumentale Skulpturen sind, in Zusammenarbeit mit der Stadt Luxemburg, im Umkreis der Messe installiert. Der belgische Künstler Stijn Ank präsentiert ein unveröffentlichtes Werk am Kreisverkehr Schuman, THE PHOENIX. Wie dieser Vogel, der immer wieder neu aufersteht oder in anderen Formen wiedergeboren wird, trägt die Skulptur Zeichen des Entstehungsprozesses, Züge einer unermesslichen und wilden Energie, einen Hauch von Poesie und Vernunft. Aline Bouvy, die ebenfalls in Belgien geboren wurde, stellt Enclosure aus, eine hohe Struktur aus bearbeitetem Edelstahl, auf der sich ein weibliches Profil abzeichnet. Sie spielt auf die "Schandmaske" (scold’s bridle) - ein im 16. Jahrhundert in England genutztes Gerät, um "Frauen, die tratschten und die öffentliche Ordnung störten" zu demütigen - und die Enclosure-Bewegung, die sich ebenfalls in England zur selben Zeit entwickelte, an. Im Innern der Skulptur hat Aline Bouvy Belladonna gesät, eine giftige Pflanze mit therapeutischer, kosmetischer und halluzinogener Wirkung.

Am 9. November veranstaltet das Mudam Luxemburg das Symposium "What looks good today may not look good tomorrow: The legacy of Michel Majerus". Internationale Persönlichkeiten aus dem Bereich der bildenden Kunst erörtern in einer Reihe von Vorträgen, Lecture Performances und einer Podiumsdiskussion den Einfluss des Werks von Michel Majerus, luxemburgischer Künstler (1967–2002), auf die Praktiken einer Generation von Kunstschaffenden, die in einem digitalen Umfeld groß geworden sind.

Kultur | lxArts Council Luxembourg unterstützt Künstler, Werke und Fachleute aus der lokalen Kulturbranche auf ihrem Weg auf die internationale Bühne. Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Vereinigung regelmäßig FOCUS-Events, um ausländische Experten auf die Arbeit von Künstlern und Einrichtungen aus dem Großherzogtum aufmerksam zu machen. Im Rahmen der Luxembourg Art Week hat Kultur | lx die Kuratorin Marianne Derrien eingeladen, um sechs Besuche von Ateliers anzubieten (9.-13. November).

Stijn Ank, Eos, 2022
© Stijn Ank, Galerie Michael Janssen

Dies ist nur eine Auswahl der anlässlich der Luxembourg Art Week angebotenen Aktivitäten. Das ausführliche Programm finden Sie auf der Website der Messe.

Lëtzebuerger Konschtpräis: zu Ehren der luxemburgischen Kunst

Vorträge, Performances, monumentale Skulpturen, Vorführungen usw. Das Kulturprogramm ist äußerst abwechslungsreich. Unter all diesen Events ist die Verleihung (11. November) des Lëtzebuerger Konschtpräis in diesem Jahr eine Premiere. Der Preis im Bereich der bildenden Kunst ist neu und soll einen Künstler sowohl für sein Werk und seine Karriere als auch für sein nachhaltiges Engagement für die luxemburgische Kunstszene auszeichnen. Die erste Gewinnerin ist Berthe Lutgen. Ihr Werk bezieht sich auf die Frau in der Gesellschaft, ihr Bild und die Frau in der Kunst. Die Wahl der Jury fiel einstimmig aus, da die Künstlerin die drei Kriterien für die Verleihung des Preises erfüllt: ein anerkannter Werdegang und eine Reihe von renommierten Werken, ein ganz persönlicher Platz in der luxemburgischen Kunstszene.

© Christof Weber