Das landschaftliche Erbe, die Verbindung von Kultur und Natur Die historischen Parks und Gärten sind Teil der luxemburgischen Schätze

Die als Räume der Entspannung geschätzten historischen Parks und Gärten sind Teil des luxemburgischen Kulturerbes. Diese grünen Denkmäler sind Ausdruck der engen Beziehungen zwischen der Kultur und der Natur und zeugen von einer Kultur, einem Stil, einer Epoche oder einem Künstler. Es sind lebendige Räume, die einen wichtiger Bestandteil des individuellen und gesellschaftlichen Wohlbefindens sind, und die Luxemburg gebührend schützt.

Historische Parks und Gärten: Natur-, Kultur- und gesellschaftliches Erbe

Ein historischer Park oder Garten ist eine Komposition aus Architektur und Pflanzen, die aus Sicht der Geschichte oder der Kunst von öffentlichem Interesse ist. Da die Architektur vorwiegend aus Pflanzen besteht, sind diese Räume lebendig, und ihr Aussehen rührt von einem ewigen Gleichgewicht zwischen den Jahreszeiten, der Entwicklung der Natur oder dem Willen der Kunst her.

Ein Besuch der Parks und Gärten ist also wie der Besuch eines Denkmals oder eines Museums. Zudem stellen sie angesichts der Klimakrise eine Ressource für die Erneuerung des Planeten dar.

In der Überzeugung, dass die Parks und Gärten ein wichtiger Bestandteil für das individuelle und kollektive Wohlbefinden sind, laden wir Sie ein, sie zu besuchen!

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Der Wert dieser Anlagen und ihre Pflege, Erhaltung, Restaurierung und Wiederherstellung sind dermaßen wichtig, dass sie eigene Vorschriften genießen: die 1982 angenommene Charta von Florenz vom Internationalen Rat für Denkmalpflege und die im Jahr 2000 unterzeichnete Europäische Landschaftskonvention des Europarats.

Paradiese zum Betrachten und Spazierengehen

Von Natur aus sind die historischen Parks und Gärten ruhige und friedliche Orte, an denen man Kontakte knüpfen, aber auch die Stille genießen und der Natur zuzuhören kann. Sie sollen aber auch gesehen werden und man soll in ihnen spazieren gehen.

In der Stadt Luxemburg finden Sie mehrere Parks in den verschiedenen Vierteln.

Der Stadtpark im englischen Stil wurde zwischen 1871 und 1878 vom Landschaftsingenieur Édouard André gestaltet. Nach der im Londoner Vertrag (1867) festgelegten Schleifung der Mauern der ehemaligen Festung plante die Regierung die Anlage eines etwa zwanzig Hektar großen Parks.

Warum damals ein Stadtpark? Einerseits wegen des Einflusses der Mode der Pariser Verschönerungen nach der Weltausstellung von 1867 in Paris. Andererseits wegen des Willens zur Regulierung der Immobilienpreise. Es handelte sich aber vor allem um moderne Stadtplanung. Ein historisch aufgeladener Park, der die ganze Woche über rund um die Uhr zugänglich ist.

Im Guttland beherbergt Schloss Ansemburg Gärten, die ab 1750 angelegt wurden und mit Statuen, dekorativen Treppen und Brunnen verziert sind. Die regelmäßigen, terrassenförmig angelegten Gärten erlebten Mitte des 18. Jahrhunderts ihre Sternstunde. Sie umfassten auch eine Orangerie, die aufgrund ihrer großen Zahl verschiedener Obstsorten, Heilkräuter und Blumen bemerkenswert war. Zwei Pflanzungen aus dieser Zeit gibt es auch heute noch: die große Platane und den Buchengang entlang des Flusses.

Das Schloss befindet sich in Privatbesitz, doch die Gärten können besichtigt werden. Damit bietet sich Ihnen die Möglichkeit, während der Öffnungszeiten, von 9 Uhr bis Sonnenuntergang, außer an Tagen an denen die Anlage angemietet ist, im historischen Garten spazieren zu gehen. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch!

In der Region Müllerthal erwartet Sie der Stadtpark mit den Gärten der Abtei Echternach!

Beim Wiederaufbau der Abtei im 18. Jahrhundert kam der Gestaltung der Umgebung der neuen Gebäude große Bedeutung bei. Der Garten mit Orangerie wurde 1736 angelegt. Die kreuzförmig angelegten Wege und das zentrale Wasserbecken zeugen von der Handschrift des Architekten Léopold Durand, der die Pläne dafür gezeichnet hatte. Der Park und die Gärten sind täglich rund um die Uhr zugänglich.

Parks und Gärten: wesentliche Elemente des individuellen und kollektiven Wohlbefindens.
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Das Schloss Ansembourg hat seit 1750 Gärten angelegt.
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Vom 3. bis 6. Juni 2022: Rendez-vous in den Gärten!

Luxemburg nimmt erneut an den Rendez-vous aux jardins teil, die 2018 von HEREIN, einem europäischen Informations- und Kooperationsnetzwerk über das Kulturerbe des Europarates, ins Leben gerufen wurden. Die Rendez-vous aux jardins wurden konzipiert um die Sinne anzuregen und die Vielfalt und den Reichtum der Gärten zu entdecken. Sie stellen die Gartenkunst und das Gartenerbe in den Vordergrund.

Die Ausgabe 2022 steht unter dem Motto "Klima und Gärten", denn mit den steigenden Temperaturen und sinkenden Wasserressourcen bedroht der Klimawandel auch das historische und traditionelle Erbe der luxemburgischen Gärten.

Beteiligen Sie sich an der Aufwertung des landschaftlichen Erbes

Möchten Sie die Welt, die sich in Ihrem Garten verbirgt, mit anderen Gartenliebhabern teilen? Sind Sie ein leidenschaftlicher Landschaftsgärtner mit einer innovativen Idee für einen Besuch in Ihrem Lieblingspark? Sie kennen sich mit aromatischen Pflanzen und deren gastronomischer Verwendung aus? Dann reichen Sie Ihr Projekt bis zum 8. Mai 2022 beim Ministerium für Kultur ein.

Alle Arten von Projekten sind zulässig: Ernten, Kochkurse, Malen, Lesungen, Konferenzen, Rallyes, Workshops, Führungen, Rundgänge, Ausstellungen, darstellende Künste, Produkte zur Aufwertung der Stätte, touristische Angebote, gastronomische Produkte, Studien, Veröffentlichungen, Tauschbörsen, digitale Anwendungen, Open-Data-Projekte usw., sofern sie das Thema "Klima und Garten" aufgreifen.

Ihre Mitbürger danken Ihnen schon jetzt für Ihr Engagement!

Luxemburg, eine Geschichte der Rosen

Wussten Sie, dass Luxemburg in der Zeit der Belle Époque als Land der Rosen bekannt war? Tatsächlich spezialisierten sich 1855 zwei junge Gärtner in ihrer Baumschule in Limpertsberg auf die Züchtung von Rosen. Ihre bemerkenswerten Schöpfungen erhielten nicht nur zahlreiche internationale Preise, sondern waren auch ein wirtschaftlicher Erfolg, da sie eine wohlhabende Kundschaft auf der Suche nach dem Luxus der damaligen Zeit anzogen. Aufgrund dieses Erfolgs wurden weitere Unternehmen gegründet und Luxemburg wurde zu einer Hochburg der Rosenzucht. Es wurden mehr als 260 neue Rosensorten gezüchtet!

Wenn Sie Rosen lieben, sollten Sie sich den Rundweg Die Rosen von Limpertsberg nicht entgehen lassen. Wir laden Sie auch dazu ein, die Rosenstöcke in den Gärten der Vereinigung Patrimoine roses pour le Luxembourg in allen Teilen des Landes zu besichtigen.

Der Rosengarten von Schloss Munsbach ist auch ein absolutes Highlight. Der Rosengarten wurde 2017 von der Vereinigung Lëtzebuerger Rousefrënn in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schüttringen auf einem Stück Land zu Füßen des Schlosses angelegt. Der Garten ist dauerhaft und kostenlos öffentlich zugänglich!

Luxemburg: Das Land der Rosen in der Belle Epoque
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Schloss Munsbach hat einen Rosengarten.
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Landschaftspreis des Europarates

Das Ministerium für Kultur hat kürzlich die Ausschreibung für den 8. Landschaftspreis des Europarates veröffentlicht. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und zeichnet beispielhafte Leistungen aus, die seit mindestens drei Jahren abgeschlossen und für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Er zielt auch darauf ab, das Bewusstsein der Zivilgesellschaft für den Wert von Landschaften, ihre Rolle und ihren Wandel zu schärfen.

Die Teilnahme an den Landschaftspreisen des Europarates steht lokalen und regionalen Verwaltungen sowie deren Vereinigungen und Nichtregierungsorganisationen offen. Die Frist für die Einreichung von Bewerbungen ist der 31. Dezember 2022. Die Anträge sind beim Kulturministerium einzureichen, das sie anschließend an den Europarat weiterleitet.

Alle Informationen sind ab sofort auf der Website des Ministeriums für Kultur verfügbar!