Nationale Symbole Der rote Löwe, eine dreifarbige Flagge und Ons Heemecht – das sind die drei Nationalsymbole des Großherzogtums

Die Symbole des Großherzogtums Luxemburg sind von größter Wichtigkeit, weil sie die Identität eines Volkes, dessen Souveränität und dessen Willen, gemeinsam zu leben, repräsentieren und symbolisieren.

Für den luxemburgischen Staat sind folgende Symbole von Bedeutung:

  • die Staatswappen;
  • die luxemburgische Flagge;
  • die Nationalhymne.

Die Wappen, die luxemburgische Flagge und die Nationalhymne sind jeweils rechtlich geschützt.

Staatswappen

Die über die Jahre mehrfach abgeänderten Staatswappen Luxemburgs wurden in den Jahren 1235-1239 von Henri V., Graf von Luxemburg, festgelegt.

Die nunmehr offizielle Version besteht im Wesentlichen aus folgenden Bestandteilen: zehn Streifen in Silber und Azurblau, auf denen ein aufrecht stehender roter Löwe mit goldener Krone, goldenen Krallen, goldener Zunge sowie einem gespaltenen Schwanz abgebildet ist, dessen Teile kreuzweise übereinander gelegt sind.

Das Wappen des Großherzogtums Luxemburg existiert in drei Größen: das kleine, das mittlere und das große Wappen.

Kleines Wappen
Mittleres Wappen
Großes Wappen

Die luxemburgische Flagge

Die erste bekannte Flagge trug Graf Wilhelm von Luxemburg im Jahr 1123. Sie war horizontal gestreift, wahrscheinlich in den Farben gelb und rot.

Die heutige luxemburgische Flagge besteht aus drei  horizontalen Streifen in den Farben rot, weiß und himmelblau.

Um die luxemburgische Flagge von jener der Niederlande zu unterscheiden wurde eine pragmatische Lösung gewählt: Während es sich bei dem niederländischen Blau um kobaltblau handelt, ist das Blau des Großherzogtums himmelblau (Farbcode Pantone 299C).

Die Nationalhymne

Die Nationalhymne (Mpeg, 1,84 MB) besteht aus der ersten und letzten Strophe des Liedes Ons Heemecht ("Unser Heimatland") von 1859, bei dem es sich um ein luxemburgisches Gedicht von Michel Lentz handelt, das von Jean-Antoine Zinnen vertont wurde.

Die luxemburgische Nationalhymne, die zum ersten Mal im Jahr 1864 anlässlich einer großen Zeremonie in Ettelbrück in der Öffentlichkeit aufgeführt wurde, ruft auf eine ergreifende Art und Weise zu Frieden und Freiheit auf.

In dieser Hymne kommt die ganze Freude darüber zum Ausdruck, dass das Land seine Unabhängigkeit gefunden hat, in Ruhe und im Wohlstand.

Unser Heimatland (Übersetzung)

Wo die Alzette durch die Wiesen zieht,
Durch die Felsen die Sauer bricht,
Die Rebe längs der Mosel blüht,
Der Himmel Wein verspricht:
Dort ist das Land, für dessen Ehr
Kein Opfer uns zu schwer,
Die Heimat, die als teures Gut
In unseren Herzen ruht.

O Du dort droben, dessen Hand
Den Völkern gibt Geleit,
Behüt das Luxemburger Land
Vor fremdem Joch, vor Leid!
Als Kind empfingen wir von Dir
Den freiheitlichen Sinn,
Die Freiheitssonne, unsre Zier,
Laß leuchten fernerhin!

(Übersetzung: Joseph Groben)

Ons Heemecht (Original)

Wou d'Uelzecht durech d'Wisen zéit,
Duerch d'Fielsen d'Sauer brëcht.
Wou d'Rief laanscht d'Musel dofteg bléit,
Den Himmel Wäin ons mëcht.
Dat as onst Land, fir dat mir géif,
Heinidden alles won.
Ons Heemechtsland, dat mir sou déif
An onsen Hierzer dron.

O Du do uewen, deem séng Hand
Duurch d'Welt d'Natioune leet.
Behitt Du d'Lëtzebuerger Land
Vru friemem Joch a Leed!
Du hues ons all als Kanner schon
de fräie Geescht jo gin.
Looss viru blénken d'Fräiheetssonn
déi mir sou laang gesin.

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