Luxemburg treibt die Elektromobilität voran

Das Elektrofahrzeug setzt sich durch. Langstrecken mit einem Elektrofahrzeug sind derzeit jedoch noch alles andere als einfach. Daher treibt Luxemburg die Installation von Ladestationen voran, und zwar mit "SuperChargy"-Geschwindigkeit. 

In Luxemburg erlebte die Automobilbranche in den letzten Jahren einen Anstieg ihrer E-Mobilitätszahlen. Mit 5.158 Neuzulassungen im Jahr 2020 bestätigen aufladbare Elektro- und Hybridfahrzeuge in der Tat ihren Erfolg; dies entspricht 28,3% der Neuzulassungen am Ende dieses Jahres. Insgesamt sind 9.441 elektrifizierte Fahrzeuge auf den Straßen des Landes unterwegs.

Angesichts dieser steigenden Zahlen scheinen die Elektrofahrzeuge ihren Nischenmarktstatus endlich überwunden zu haben. Um jedoch mit grüner Energie zu fahren, sind Ladestationen unerlässlich. 

In den letzten Monaten haben die Elektroautos mehr als 130.000 Kilowattstunden geladen.
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Die ersten beiden SuperChargy-Terminals sind in Kirchberg bereits in Betrieb.
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Im Königreich der E-Mobilität regieren die Ladestationen

Im Bewusstsein dieser Herausforderung rückt Luxemburg die Einrichtung eines Ladestationsnetzes ins Zentrum seiner Strategie für den Ausbau der Elektromobilität. Dahingehend ist die Installation von 88 ultraschnellen Ladestationen in allen Regionen des Landes an 19 ausgewählten Standorten vorgesehen.

Die Installation dieser "SuperChargy"-Stationen (160-320 kW) für 100% elektrische Fahrzeuge ist bis 2023 schrittweise geplant. Dies ist zumindest die ehrgeizige Zielsetzung der Regierung.

Die Stationen werden an Autobahnraststätten und anderen wichtigen Hauptachsen des Landes installiert. Die ersten beiden Ladestationen sind in Kirchberg bereits in Betrieb (Parkplatz Universität Luxemburg - Campus Kirchberg). 

Von Chargy zu SuperChargy

Diese ultraschnellen Ladestationen mit dem Logo "SuperChargy" können mit den gleichen Identifikationsmitteln wie die "Chargy"-Stationen genutzt werden, und ab dem 2. Quartal 2021 sind sie mit einem Kartenzahlungssystem ausgestattet.

Die "SuperChargy"-Ladeinfrastruktur ermöglicht es den Nutzern, ihre Elektrofahrzeuge mit einer einzigen Ladekarte an allen kompatiblen Ladestationen ganz unabhängig vom Anbieter aufzuladen.

Laut den Verantwortlichen des Stationsnetzes stellen die neuen ultraschnellen Ladestationen ein wichtiges Glied in der Umsetzung der nationalen Strategie dar. Diese dient der Verbesserung der für den Einsatz der E-Mobilität notwendigen Infrastruktur, ganz nach dem Motto: praktisch, sauber und in Ihrer Nähe"

SuperChargy deckt alle Regionen des Landes ab: 88 ultraschnelle Ladestationen verteilt auf 19 Stationen.

Chargy ist ein Hit

Derzeit umfasst das "Chargy"-System etwa 800 "Chargy"- und "Chargy-OK"-Stationen, von denen mehr als 460 öffentlich zugänglich sind. Jede Ladestation ist mit zwei Stromzapfsäulen ausgestattet, was 1.600 Stellplätze für die Elektromobilität bietet.

In den letzten Monaten haben die Elektrofahrzeuge buchstäblich ihren Speicher an den Stationen aufgefüllt, da über 130.000 Kilowattstunden geladen wurden, was einer Distanz von 800.000 Kilometern gleichkommt.  

Förderung der E-Mobilität

In dem Bewusstsein, dass die Elektromobilität heute die beste Alternative für die Fahrten von morgen darstellt, wurden zahlreiche Maßnahmen zur Förderung ihres Ausbaus in den letzten Jahren in die Wege geleitet.

Um den Nutzern einen Anreiz für ihre Entscheidung hin zur Elektromobilität zu bieten, wurde die Prämienregelung für emissionsfreie oder schadstoffarme Fahrzeuge anlässlich des Kaufs eines Fahrzeugs verstärkt. Die Prämien können bis zu 8.000 Euro beim Kauf eines zu 100% elektronischen Fahrzeugs betragen. Aber Vorsicht: die staatlichen Prämien gelten vorbehaltlich etwaiger Änderungen. Machen Sie sich also vor dem Kauf eines Elektrofahrzeugs schlau.

Wenn Sie einmal Eigentümer, Mieter oder Nutzer eines Elektrofahrzeugs sind, benötigen Sie früher oder später eine private Ladestation in Ihrer Garage oder auf dem Parkplatz Ihres Wohngebäudes. In diesem Fall können Sie ebenfalls in den Genuss bestimmter Beihilfen für den Erwerb einer privaten Ladestation kommen. Holen Sie bei Ihrer Gemeinde oder Ihrem Stromanbieter ausführliche Informationen ein