Stiftung des Großherzogs und der Großherzogin Ein Werk zugunsten der Inklusion und Integration

Die im Jahr 1981 anlässlich der Hochzeit des Großherzogs und der Großherzogin gegründete Stiftung engagiert sich seit ihren Anfängen für Integration und Inklusion. Vorsitzende des Verwaltungsrats der Stiftung ist I.K.H. die Großherzogin.

Sowohl in Luxemburg als auch anderswo untergräbt die soziale Ausgrenzung die Gesellschaft, und dieses Phänomen muss prioritär bekämpft werden. Diese Ausgrenzung kann mehrere Formen annehmen - sie kann sich in der Schwierigkeit, eine Wohnung zu finden, eingestellt zu werden oder behindert zu sein, äußern. Die Stiftung des Großherzogs und der Großherzogin hat sich der Aufgabe verschrieben, all diese Formen der Beeinträchtigung durch moralische und/oder finanzielle Unterstützung im Rahmen eines Netzwerks mit anderen Akteuren des Sektors schnell und effizient zu bekämpfen.

Gleichzeitig engagiert sich die Stiftung für Opfer sexueller Gewalt, und zwar insbesondere im Rahmen bewaffneter Konflikte. Die von I. K. H. der Großherzogin im März 2019 initiierte und organisierte Konferenz "Stand, Speak, Rise Up" machte die Öffentlichkeit in Luxemburg und anderswo in Bezug auf die Gräueltaten aufmerksam, die Opfer sexueller Gewalt erfahren haben.

Individuelle soziale Hilfe - eine unbürokratische Unterstützung

Luxemburg verfügt über ein gut ausgebautes Sozialversicherungsnetzwerk, das auf der Interaktion zwischen Akteuren aus mehreren Sektoren beruht, um den Schutz der am meisten benachteiligten Mitglieder unserer Gesellschaft zu gewährleisten. Die Stiftung ist durch ihre individuelle soziale Hilfe ein Glied dieser Kette.

Wie es der Name dieser Aktivitätssäule bereits sagt, kommt die soziale Hilfe der Stiftung schutzlosen oder behinderten Menschen zugute. Die Stiftung kommt in der Tat dort zum Zuge, wo andere öffentliche Institutionen die Versorgung nicht mehr sicherstellen können oder wenn die Zeit eilt und die öffentliche Hilfe nicht rechtzeitig geleistet werden kann.

Mit anderen Worten nimmt sich die Stiftung denjenigen an, die anderswo keine geeignete Hilfe mehr finden, und lässt ihnen schnelle Unterstützung in unterschiedlichen Formen zukommen.

Die finanzielle Hilfe stellt einen bedeutenden Posten innerhalb der Stiftung dar. Demnach kann sie laufende Kosten wie Strom- oder Heizkostenrechnungen, medizinische, therapeutische oder schulische Kosten übernehmen. Die Stiftung bringt sich jedoch auch auf anderen Ebenen ein, beispielsweise durch Verweis der Betroffenen an zuständige Akteure, durch tiefgreifende psychosoziale Betreuung oder einfache Beratung und Lösungsansätze (z. B. Abhilfe in einer prekären finanziellen Lage).

Am Wichtigsten ist jedoch, dass die Hilfesuchenden ein offenes Ohr bei den Diensten der Stiftung finden bzw. dort wohlwollend aufgenommen werden und schnelle und angemessene Hilfe erhalten können.

I. K. H. die Großherzogin Maria Teresa ist die Präsidentin des Verwaltungsrates der Stiftung.
© Großherzoglicher Hof / Sophie Margue
Das Netzwerk von Überlebenden sexueller Gewalt in sensiblen Gebieten war auf Einladung der Großherzogin Maria Teresa in Luxemburg zusammengekommen.
© Großherzoglicher Hof / Sophie Margue

Kampf gegen sexuelle Gewalt

Unter ihren Begünstigten sind insbesondere alleinerziehende Frauen gefährdet und befinden sich in einer prekären Lebenslage. Häufig sind sie Opfer häuslicher Gewalt und sexuellen oder psychologischen Missbrauchs geworden. Die Bekämpfung dieser Missbräuche hat im Rahmen der Stiftungsarbeit Priorität.

Die Stiftung, die weit über die Grenzen Luxemburgs hinaus tätig ist, dient durch humanitäre Projekte auch weltweit benachteiligten Personen. Insbesondere die Bekämpfung von sexueller Gewalt als Kriegswaffe ist zu einer Priorität geworden und führte im März 2019 zu der von I. K. H. der Großherzogin organisierten Konferenz "Stand, Speak, Rise Up". Die Konferenz brachte etwa 50 Überlebende sexueller Gewalt aus 18 Ländern in Luxemburg zusammen. Unter den Teilnehmern befand sich auch der Friedensnobelpreisträger, Dr. Denis Mukwege, der für sein Engagement für Frauen, die Opfer sexueller Angriffe geworden sind, nur allzu gut bekannt ist.

Am Ende der Konferenz wurden drei Verträge unterzeichnet, darunter zwei für den Ausbau und die Elektrifizierung der Panzi-Referenzklinik in der Demokratischen Republik Kongo.

Die Klinik befindet sich in Bukavu, einer kongolesischen Stadt nahe der Grenze zu Ruanda. Die auf die Behandlung von gynäkologischen Erkrankungen, die unter anderem aus sexueller Gewalt resultieren, spezialisierte Klinik verfügt über eine Kapazität von 450 Betten. Die von Dr. Mukwege geleitete Klinik hat eine auf Opfer sexueller Gewalt zugeschnittene Behandlung ausgearbeitet, die nicht nur den physischen Verletzungen Rechnung trägt, sondern sich auch auf die psychologische Unterstützung, die Rechtsberatung und die sozioökonomische Wiedereingliederung versteht.

Der Endvertrag sieht die finanzielle Unterstützung der NRO "We are NOT Weapons of War" für die Beteiligung an der Entwicklung der App BackUp vor, die auf die Implementierung einer verlässlichen Datenbank ausgerichtet ist, um das Phänomen der sexuellen Gewalt im Zusammenhang mit Konflikten zu analysieren und auf die Bedürfnisse von Überlebenden zugeschnittene Antworten zu liefern.

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