Das kulturelle Guttland
Im Herzen Luxemburgs offenbart das Guttland ein fruchtbares Land, in dem Traditionen, unberührte Natur und kulturelles Erbe aufeinandertreffen. Diese friedliche Region lädt dazu ein, zu entschleunigen und ihre authentischen Dörfer, majestätischen Burgen und hügeligen Landschaften zu erkunden. Zwischen überliefertem Wissen, verborgenen Schätzen und lokaler Gastronomie bietet das Guttland ein einzigartiges kulturelles Erlebnis. Hier garantieren die Vielfalt der Begegnungen und der Facettenreichtum der Veranstaltungen authentische und inspirierende Erlebnisse. Lernen Sie in diesem Artikel Persönlichkeiten aus dem Kultursektor des Guttlands kennen und entdecken Sie ihre Favoriten.
Jean-Claude Muller, Präsident des Internationalen Comic-Festivals von Contern
Jean-Claude Muller ist Präsident des Internationalen Comic-Festivals von Contern, ein Abenteuer, das er seit den Anfängen des Festivals im Jahr 1994 miterlebt. Zunächst engagierte er sich über den Jugendclub und stieg nach und nach die Karriereleiter hinauf: Ausstellerbeauftragter, Generalsekretär und seit 2019 Präsident. Obwohl er selbst kein großer Comic-Fan ist, verkörpert er eine der Säulen des Festivals, bei dem sich Comic-Begeisterte und Freiwillige treffen, die von dem Wunsch motiviert sind, eine beliebte und gesellige Veranstaltung zu organisieren. Diese Komplementarität macht seiner Meinung nach den ganzen Reichtum des Festivals aus.
Als Landwirt von Beruf hat er ein besonderes Gespür für die handwerklichen Traditionen des Guttlands, insbesondere für die in Nouspelt beheimatete Emaischen, die er für die Weitergabe eines überlieferten Wissens bewundert. Er schätzt auch die zahlreichen Schlösser der Region, die perfekte Orte sind, um dem Alltag zu entfliehen
Das Video ist in luxemburgischer, französischer, deutscher und englischer Sprache untertitelt.
Eines ist jedoch sicher: Am Festivalwochenende führt kein Weg an Contern vorbei, wo Familien und Besucher ein einzigartiges und herzliches Kulturereignis genießen.
Nathalie Jacoby, Direktorin des Nationalen Literaturarchivs
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Nathalie Jacoby ist seit fast fünf Jahren Direktorin des Literarischen Archivs von Luxemburg – des Centre national de littérature in Mersch. Als Spezialistin für deutsche und englische Literatur war sie schon immer fasziniert vom Lesen, Analysieren und Erzählen in all seinen Formen. Nachdem sie verschiedene Berufe im Bereich des Erzählens ausgeübt hatte, kehrte sie zum CNL zurück, wo sie bereits in der Forschung tätig gewesen war, um heute den Ort zu leiten, an dem das gesamte literarische Gedächtnis des Landes bewahrt wird.
Da sie Begegnungen rund um das Buch liebt, liegen ihr die Walfer Bicherdeeg besonders am Herzen, ein einzigartiger Moment, in dem sich Autoren, Verleger, Illustratoren und Leser treffen. In Mersch schätzt sie auch den lokalen kulturellen Reichtum, vom Mierscher Theater bis zum Lieshaus.
Im CNL sorgt sie dafür, dass Literatur durch Ausstellungen, Lesungen, Vorträge und Diskussionen einem breiten Publikum zugänglich gemacht wird, und unterstützt gleichzeitig die Forschung. Für sie ist das CNL ein lebendiger, offener und unverzichtbarer Ort, an dem luxemburgische Literatur entdeckt, geteilt und neu erfunden wird.
Stéphanie Neiers, Leiterin des Kulturhauses Niederanven
Stéphanie Neiers leitet das Kulturhaus Niederanven, wo sie seit 2012 tätig ist. Die ausgebildete Kunsthistorikerin war zunächst Assistentin der Leitung, bevor sie 2023 die Leitung der Einrichtung übernahm. Ihr beruflicher Werdegang führte sie vom Casino Luxembourg, wo sie administrative Aufgaben wahrnahm, zur Abtei Neimënster, wo sie für das Programm verantwortlich war.
Neugierig und kunstbegeistert erkundet sie sowohl die Ausstellungen im Casino und im Mudam als auch das Angebot der Rotondes in Luxemburg-Stadt sowie das anderer Kulturzentren im Guttland, insbesondere jene, die Aktivitäten für Kinder anbieten. Als Mutter kleiner Kinder und oft durch Abendarbeit gebunden, bevorzugt sie kulturelle Veranstaltungen, die für Familien zugänglich sind, wie die LUGA 2025, die ihr besonders gut gefallen hat. Für sie ist ein Höhepunkt kein bestimmtes Ereignis, sondern ein Gefühl, ein Werk, das uns berührt, oder eine prägende Begegnung.
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Im Kulturhaus Niederanven bietet sie ein reichhaltiges Programm mit Workshops, Konzerten, Theater und Kreationen und lädt das Publikum ein, die herzliche Atmosphäre des Ortes zu entdecken. Das Programm ist auf khn.lu und in den sozialen Netzwerken verfügbar.
Wir danken Jean-Claude Muller, Nathalie Jacoby und Stéphanie Neiers für die Gewährung dieser Interviews.
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