Der 2016 gegründete Naturpark Müllerthal, genannt Mëllerdall, ist der jüngste der drei luxemburgischen Naturparks. Im Osten des Landes an der deutschen Grenze gelegen, umfasst er 12 Gemeinden (Beaufort, Bech, Consdorf, Berdorf, Echternach, Fischbach, Heffingen, Larochette, Mompach, Nommern, Rosport und Waldbillig) auf einer Gesamtfläche von 256km2 mit 23.000 Einwohnern.

Die Region zeichnet sich insbesondere durch ihre spektakulären Felsformationen, tiefen Schluchten und spektakulären Panoramaaussichten auf den Hochplateaus, die tiefen Täler und ausgedehnten Wälder aus. Doch besonders seine mit überraschend felsigen Hügeln übersäte Landschaft brachte dieser Region den Beinamen Kleine luxemburgische Schweiz ein.

Diese grüne Region, die auch die Täler der Schwarzen Ernz, der Weißen Ernz und der Untersauer umfasst, lädt Wanderer zum Schlendern durch die in die Felsen gehauenen Gänge und Sportler zum Klettern oder zu Mountainbikeausflügen ein.

Der Naturpark Müllerthal zeichnet sich durch seine spektakuläre Panoramablicke aus.
© SIP / YW, alle Rechte vorbehalten
Der kleine Wasserfall Schiessentümpel ist einer der meistfotografierten Orte im Müllerthal.
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Die Aufgaben des Parks

Der Naturpark Mëllerdall möchte die Nachhaltigkeit der Region fördern und gleichzeitig die wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklung begünstigen. Das heißt, er möchte der Region eine gewisse Lebensqualität verleihen. In der Praxis zeigt sich das im Schutz des Grundwasserspiegels aller Wasserläufe sowie in der verantwortungsbewussten regionalen Holznutzung.

Der Naturpark ist weder ein umzäuntes Gebiet noch ein Nationalpark. Er dient als Plattform für die Umsetzung europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Projekte im Bereich Erhalt der Natur und der Landschaft gemeinsam mit zahlreichen Partnern, den Mitgliedergemeinden und ihren Bürgern. Beispiele von durchgeführten Projekten auf regionaler Ebene sind ein Gemeinschaftsgarten, ein Bienenlehrpfad, ein Pilotprojekt über die Extensivierung der Grünflächen der Gemeinde sowie die Pflanzung von über 1000 Obstbäumen zur Erhaltung der Streuobstwiesen.

Der Naturpark Mëllerdall unterstützt auch die Förderung von regionalen Produkten und engagiert sich für Bildung und Wissen in der Region, ob im Bereich Flora und Fauna, Geschichte, Kultur, Handwerk oder Architektur.

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