Natur- & Geopark Mëllerdall UNESCO Global Geopark

Der 2016 gegründete Natur- & Geopark Mëllerdall ist der jüngste der drei luxemburgischen Naturparks. In dem im Osten des Landes entlang der Grenze zu Deutschland gelegenen Park können spektakuläre Felsformationen und eindrucksvolle Schluchten entdeckt werden, zu denen sich wunderbare Aussichten von den Hochplateaus gesellen. Seit 2022 gehört er zum weltweiten Netzwerk der UNESCO Global Geoparks.

Ein Park im Dienst der nachhaltigen Entwicklung der Region

Der Natur- & Geopark Mëllerdall dient der Förderung der Nachhaltigkeit der Region und begünstigt gleichzeitig die wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklung. In der Praxis zeigt sich dies im Schutz des Grundwasserspiegels und aller Wasserläufe sowie in der verantwortungsbewussten regionalen Holznutzung. Der Park unterstützt auch die Förderung von regionalen Produkten und engagiert sich für die Vermittlung von Wissen über die Region, ob im Bereich Flora und Fauna, Geschichte, Kultur, Handwerk oder Architektur.

Zu diesem Zweck dient er als Plattform für die Umsetzung europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Projekte im Bereich des Schutzes des geologischen, natürlichen und kulturellen Erbes in Zusammenarbeit mit seinen zahlreichen Vereinigungen vor Ort. Beispiele von durchgeführten Projekten auf regionaler Ebene sind unter anderem ein Gemeinschaftsgarten, ein Bienenlehrpfad, ein Pilotprojekt über die Extensivierung der kommunalen Grünflächen sowie die Pflanzung von über 1.000 Obstbäumen zur Erhaltung der Streuobstwiesen.

Wenn Sie also die Region besuchen, dann erkunden Sie nicht nur ihren natürlichen Reichtum, sondern nehmen Sie sich auch die Zeit für einen Abstecher in die Dörfer, eine Verkostung der regionalen Produkte und die Würdigung des dortigen Engagements für die nachhaltige Entwicklung - ein Erlebnis für alle Sinne.

Der Natur- & Geopark Mëllerdall zeichnet sich durch seine spektakuläre Panoramablicke aus.
© SIP / YW
Der kleine Wasserfall Schiessentümpel ist einer der meistfotografierten Orte im Müllerthal.
© SIP / YW

Eine weltweite Anerkennung

2022 kündigte der UNESCO-Exekutivrat an, dass der Natur- & Geopark Mëllerdall in das internationale Netzwerk der UNESCO Global Geoparks aufgenommen wurde. Diese Anerkennung ist das Ergebnis einer konstanten Weiterentwicklung dieser Region mit ihrem reichen Kulturerbe.

Auch wenn die Region vor allem wegen ihrer natürlichen Schönheit geschätzt wird, gehören ihre Formationen aus Luxemburger Sandstein zu den beeindruckendsten in Westeuropa. Vor über 200 Millionen Jahren befand sich diese Region unter dem Meeresspiegel, wo sich dann verschiedene Gesteinsschichten bildeten. Noch heute weist die faszinierende Landschaft des Parks zahlreiche Spuren auf, die uns einen tiefen Einblick in diese Geschichte vermitteln. Zudem wird die Verbindung zwischen Geologie und vielen anderen Bereichen des kulturellen, natürlichen und immateriellen Erbes an zahlreichen Orten in der Mëllerdall-Region deutlich. Der Luxemburger Sandstein spielt ebenfalls eine zentrale Rolle in der Region, beispielsweise im Rahmen der Trinkwasserversorgung.

Zum Natur- & Geopark Mëllerdall gehören 11 Gemeinden auf einer Gesamtfläche von 256km2 mit insgesamt 25.000 Einwohnern. Diese grüne Region, die die Täler der Schwarzen Ernz, der Weißen Ernz und der Untersauer umfasst, lädt Wanderer zum Schlendern durch die in die Felsen gehauenen Gänge und Sportler zum Klettern oder zu Mountainbikeausflügen ein. Ihre mit überraschend felsigen Hügeln übersäte Landschaft brachte der Region den Beinamen "Kleine Luxemburger Schweiz" ein.

Zum letzten Mal aktualisiert am