Es ist eine sehr heikle Kunst, die besten Konzertsäle in Luxemburg auszuwählen. Sie alle sind emblematisch, sei es für ihre Geschichte, ihre Lage oder ihre Architektur. Zuallererst haben sie alle eine gemeinsame Berufung: dem Publikum eine magische Show und einen unvergesslichen Moment zu bieten. Schauen wir sie uns an.

Rockhal

Mit ihren drei Konzertsälen begeistert die Rockhal seit 2005 die Musikliebhaber. Die Main Hall bietet Platz für bis zu 6.500 Personen, der Club für 1.200 Audiophile und The Floor für bis zu 200 Personen.

Hier in der Rockhal wird Musik hemmungslos erlebt. Vor allem in der Haupthalle sind schon einige große Namen aus aller Welt aufgetreten, dort wo einst die Hochöfen die Industrielandschaft dominierten. Alicia Keys, Pink, The Pet Shop Boys, Bruno Mars, A-ha, Ben Harper, und viele andere internationale Bands und Künstler, um nur einige zu nennen.

Technisch entspricht die Rockhal den Standards und Erwartungen der Unterhaltungsindustrie. Der Hauptsaal garantiert absolute Flexibilität für alle Arten von Produktionen. Dank seiner Höhe von 17 Metern können Veranstaltungen ohne Einschränkungen durchgeführt werden. Die Bühnen und Tribünen können an jede gewünschte Konfiguration angepasst werden und viele verschiedene Bühnen- und Sitzplatzanordnungen sind für jede Art von Veranstaltung möglich.

Die Rockhal verfügt über nicht weniger als sechs Proberäume, ein Tonstudio, einen Tanzraum und ein Dokumentationszentrum. Der kleine Saal (Club) eignet sich besonders für mittelgroße Konzerte oder für die Aufführung verschiedener Shows. Der Saal nimmt verschiedene Formen an und ermöglicht Konfigurationen, die von Konzerten über Kabaretts bis hin zu privaten Veranstaltungen reichen.

Ist die Rockhal also der beste Konzertsaal im Großherzogtum? Die Frage lohnt sich, denn erst kürzlich wurde der Veranstaltungsort 2020 mit dem topbrands-Preis in der Kategorie "Kulturraum" ausgezeichnet. 

Aber wir haben die Frage an ihren Direktor, Olivier Toth, gestellt, der den Erfolg der Rockhal beschreibt. 

Rockhal
© SIP / Christof Weber

Trifolion

Nichts geht über einen modernen Saal mit guter Akustik, um ein Konzert zu genießen. Willkommen im Trifolion in Echternach. Mit rund 170 Kultur-, Tagungs- und Gesellschaftsveranstaltungen pro Jahr fördert das Kultur- und Kongresszentrum auch den Austausch von Menschen unterschiedlicher Nationalitäten. Andere Räume bieten Platz für bis zu 1.000 Besucher, alle mit hervorragender Akustik.

Das Trifolion ist auch einer der Hauptveranstaltungsorte der Internationalen Festspiele Echternach, mit jährlichen Konzerten von Klassik über Jazz bis hin zu Weltmusik. 

"Das Kulturzentrum Trifolion ist ein wichtiger Pfeiler der luxemburgischen Kulturlandschaft und ein Ort der Begegnung und des Austauschs, an dem Kultur in all ihren Formen angeboten wird und für jeden zugänglich ist. Mit unseren Veranstaltungen, Festivals und Manifestationen aller Art haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, mit unserem engagierten Team eine hohe künstlerische Qualität für alle Altersgruppen zu garantieren und unvergessliche Momente an diesem herrlichen Ort, dem Trifolion, zu bieten."

Maxime Bender, Direktor des Trifolion 

Cube 521

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2007 sind im "Cube 521 - Regionales Kulturhaus" die größten Musiker der Welt aufgetreten. Dieses angesehene Kulturzentrum im Norden des Landes bietet das ganze Jahr über ein interdisziplinäres Programm mit Musik, Tanz und Theater.

Musiker aus den Bereichen Klassik, Jazz und Weltmusik haben Tausende von Audiophilen begeistert.

Internationale A-cappella-Ensembles der Spitzenklasse begeistern Vokalmusikliebhaber mit großartigen Darbietungen und fantasievollen Arrangements. Lokale Gruppen nutzen das Forum für ihre musikalischen Darbietungen und erfreuen das Publikum mit einem abwechslungsreichen Repertoire.

"Seit 13 Jahren ist die ganze Welt zu Gast im Cube 521 - der höchsten Kulturstätte des Landes, die das Publikum auf eine musikalische Reise um den Globus durch alle Epochen mitnimmt."

Odile Simon, Direktorin vom Cube 521

Kulturfabrik

Die Kulturfabrik, auch KuFa genannt, befindet sich in einem ehemaligen Schlachthof aus den Jahren 1885-86. Als der Schlachthof 1979 schloss, fand das Gebäude, das von der Industriearchitektur der Zwischenkriegszeit zeugt, schnell neue Besitzer. Die jungen Akteure der Non-Profit-Organisation Die jungen Schauspieler der "Theater GmbH" verwandelten das Gelände in einen Proben-, Aufführungs- und Konzertsaal.

Seit 1996 ist die KuFa offiziell ein Kulturzentrum mit einer Fläche von 4.500 m2, darunter zwei Aufführungssäle, ein Kino, eine Ausstellungsgalerie, Proberäume und ein Biergarten.

Das Kulturzentrum mit alternativem, regionalem und grenzüberschreitendem Anspruch bietet ein Jahresprogramm von über 200 Veranstaltungen! Sie kennen sicher das "Flamencofestival Esch" oder andere Festivals wie "Out of the Crowd" oder "Bang your head".

"Durch ihre lange Geschichte ist die Kulturfabrik ein einzigartiger Ort. In den vergangenen 40 Jahren hat es die Stadt Esch-sur-Alzette und eine ganze Region geprägt und ist dabei immer einzigartig geblieben. Auch nach der Umwandlung von einem besetzten Haus in eine Institution hat es seine Unabhängigkeit bewahrt. Die Kulturfabrik ist mehr als ein Kulturzentrum und bietet eine große Vielfalt mit Musik, Theater, Kino, Urban Art, Künstlerresidenzen, Café & Restaurant und Industriekultur."

René Penning, Direktor der Kulturfabrik

Neimënster

Die ehemalige Benediktinerabtei Neumünster ist ein einzigartiges Areal im Herzen des Stadtteils Grund für unvergessliche Klangerlebnisse. Dieser offene und freundliche Ort wurde auch als Gefängnis genutzt, bevor er zu einem Kultur- und Begegnungszentrum wurde.

Heute finden in den alten Steinen der Abtei Konzerte, Theateraufführungen und Künstlerresidenzen statt, aber auch eine Reihe von kostenlosen Ausstellungen, die täglich geöffnet sind.

Vom Innenhof aus hat der Besucher einen herrlichen Blick auf die Festung. 

"Jazz ist Teil der DNA von neimënster. Die eingeladenen Künstler profitieren von einem außergewöhnlichen Rahmen. neimënster veranstaltet auch Barockmusikkonzerte, zeitgenössische Künstler und musicians in residence."

Ainhoa Achutegui, Direktorin des Centre culturel neimënster

Kulturfabrik
© KuFa
Neimënster
© Claude Piscitelli

Philharmonie

Die Philharmonie ist eine echte architektonische Meisterleistung. Die imposante Struktur aus 823 schlanken weißen Säulen umhüllt die drei sehr unterschiedlichen Säle in einer elliptischen Form. Das eigentliche Juwel ist natürlich der große Zuschauerraum, der bis zu 1.472 Zuschauer fasst. Die Gänge sind hell, die Linienführung ist klar, der Saal akustisch für die verschiedenen Konzertarten optimiert.

Das gilt auch für den kleinsten Saal des Hauses, den Espace Découverte, der eine Kapazität von 180 Plätzen hat. Der Kammermusiksaal mit seinen kühn geschwungenen Formen und 313 Sitzplätzen bietet einen Rahmen für präzises Hören bei Kammermusikabenden und Rezitalen.

Kurzum: Die Philharmonie ist eine Freude für jeden Musikliebhaber. Doch die Philharmonie öffnet sich bewusst einem sehr breiten Publikum, denn das Angebot reicht von Alter Musik bis zu bemerkenswerten Kreationen, darunter Jazz-Stars, Weltmusik-Entdeckungen, legendäre DJs, traditionelle Harmonien und junge luxemburgische Musiker und Gruppen. Mehr als 150.000 Hörer kommen jedes Jahr hierher. 

Coque

Wollen Sie schwimmen, sich wohlfühlen oder ein Konzert besuchen? Dann haben wir nur eine Adresse für Sie: das Nationale Sport- und Kulturzentrum, besser bekannt unter dem Namen "Coque". Das Coque ist nicht nur ein Sportzentrum, das mehr als 8.300 Menschen aufnehmen kann, und sein olympisches Schwimmbecken, sondern vor allem ein hochleistungsfähiger Musikschauplatz, in dem viele national und international bekannte Künstler zu der prestigeträchtigen Liste der Künstler gehören, die das Privileg hatten, dort aufzutreten. Man denke nur an das berühmte Musikevent Night of the Proms, ein einzigartiges Konzept, das alle Musikgenres an einem Abend auf der Bühne zusammenbringt. 

Philharmonie
© Jörg Hejkal
D'Coque
© Guy Hoffmann

Opderschmelz Dudelange

Das Gelände der ehemaligen Schmieden der Stadt Dudelange wird seit 2007 wiederbelebt. Seit diesem Jahr findet dort das Kulturzentrum "Op der Schmelz" statt. Offen für alle Winde, begrüßt es in seiner außergewöhnlichen Umgebung Jazzkonzerte, das Singer-Songwriter-Festival, Weltmusik, zeitgenössisches Theater und Shows für Kinder.

Neben diesen Veranstaltungen ist das Programm sehr vielfältig und reicht von Pop-, Rock- und Bluesmusik bis hin zu Theater, Tanz, Literaturveranstaltungen und Konferenzen. 

Das Kulturzentrum organisiert auch die Festivals Touch of Noir und Like a Jazz Machine und ist für die musikalische Gestaltung des Zeltik-Festivals, der Fête de la Musique, der Summerstage und der Fête des Cultures in Dudelange verantwortlich.  

Rotondes

Die Rotondes sind das Stadtgespräch, wenn es um Konzerte in Luxemburg geht. Dieser außergewöhnliche Ort besteht aus zwei ehemaligen Lokomotivschuppen am Bahnhof der Hauptstadt.

Früher der Eisenbahn gewidmet, geben die Rotondes heute Künstlern den Vorzug, die sich in diametral entgegengesetzten Genres entwickeln. Sie bieten Veranstaltungen in den Bereichen darstellende Kunst, zeitgenössische Musik und bildende Kunst.

Les Rotondes leiht seine Wände auch für Konferenzen und große gesellschaftliche Debatten, partizipative Projekte und Workshops für alle Altersgruppen. Als "Talentschuppen" geben sie jungen Menschen einen wichtigen Platz und fungieren als Inkubator für neue Initiativen zwischen Kultur und Bildung.

Op der Schmelz
© Marc Lazzarini
Rotondes
© Rob Kieffer

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