Der Naturpark Obersauer in den Ardennen im Nordwesten des Landes war der erste Naturpark Luxemburgs. Seit 1999 vereint der Park Arbeit, Freizeit und Ökologie auf einer Fläche von 162 km2. Sein fünf Gemeinden und etwa 13.700 Einwohner umfassendes Gebiet zeichnet sich vor allem durch bewaldete Steilhänge und Hochplateaus mit einem tiefgelegenen Grund aus, wo sich Horizont und Himmel begegnen.

Am Mittelpunkt dieser malerischen Atmosphäre erstreckt sich der Ende der 50er Jahre angelegte Stausee. Er bedeckt eine Fläche von 380ha und versorgt zwei Drittel der Bevölkerung mit Trinkwasser. Er ist zweifelsohne die größte Wasserfläche Luxemburgs. Der Obersauerstausee lockt jedes Jahr zahlreiche Naturliebhaber an und bietet angenehme Wassersportbetätigungen.

Kleine Dörfer mit alten Bauernhöfen und sorgfältig restaurierten Häusern sind ein typisches Merkmal der Parkregion. Auf den Speisekarten der hiesigen Gaststätten stehen hochwertige heimische Erzeugnisse.

Den Park erkunden

Ein Ziel des Parks, der dazu beitragen soll, die Entwicklung der bislang vor allem landwirtschaftlich geprägten Region weiter voranzubringen, ist, die natürlichen und kulturellen Ressourcen der Region zu erhalten und aufzuwerten. Außerdem fördert er die Entwicklung neuer wirtschaftlicher Perspektiven für die Region und ihre Einwohner, insbesondere durch die Herstellung regionaler Erzeugnisse "vum Séi" (vom See): Fleisch, aromatische Tees und Kräuter, Decken aus Schurwolle, Dinkelprodukte usw.

Die ehemalige Tuchfabrik in Esch/Sauer, zwischenzeitlich renoviert und in ein Besucherzentrum umgewandelt, beherbergt das Naturparkzentrum. In diesem Gebäude befindet sich neben einer interaktiven Ausstellung über Natur, Kultur und Landschaft auch ein Tuchmuseum.

Das Naturparkzentrum ist der ideale Startpunkt für alle Besucher des Parks, um die Region zu erkunden. Ob eine Rundfahrt über den See mit dem Solarboot oder Spaziergänge auf Lehrpfaden der Region - das touristische Angebot lädt zu Aktivitäten und zum Entspannen ein.

Unter all den Angeboten wartet ein reichhaltiges kulturelles und architektonisches Erbe nur darauf, entdeckt zu werden: Kapellen, Kirchen, Museen, Gedenkstätten sowie ein etwa 700 Kilometer umspannendes Netz von Wanderwegen beglücken die Besucher. Unter den thematischen Rundwegen findet sich unter anderem der Skulpturenweg (4km), für den 6 internationale Bildhauer vor Ort ihre Steine bearbeitet und optimal der Landschaft rund um den Stausee angepasst haben.