Aufgrund seiner Diversität ist Luxemburg natürlich vom Thema Diskriminierung betroffen. Daher wird eventuellen Risiken durch die Einführung eines Gesetzes, das die Bürger sowohl in der Öffentlichkeit wie auch am Arbeitsplatz schützt, vorgebeugt.

Sind Sie Betroffene(r) oder Zeuge(in)?

Auch wenn es zu den bürgerlichen Pflichten gehört, auftretende Fälle von Diskriminierung zu denunzieren, weigern sich viele direkt oder indirekt Betroffene zu reden oder sind  sich nicht einmal bewusst, dass sie diskriminiert werden. Deshalb ist es so wichtig, die Gesetzeslage und gegebenenfalls die öffentlichen Instanzen, an die man sich wenden kann um Unterstützung zu erhalten, zu kennen.

An wen kann man sich wenden?

Das Zentrum für Gleichstellung (Centre pour l'égalité de traitement, CET), wurde durch das Gesezu vom 28. November 2006 geschaffen. Das CET arbeitet vollkommen unabhängig, mit  dem Ziel, die Behandlungsgleichheit - ohne auf Rasse, ethnischer Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung,  Religion oder Überzeugung, Behinderungen und Alter beruhender Diskriminierung - unter allen Personen zu fördern, zu untersuchen und zu überwachen.

Die Arbeitnehmerkammer (Chambre des salariés, CSL) entstand durch das Gesetz vom 13. Mai 2008. Sie ist damit beauftragt, berufliche Interessen zu verteidigen und seine Mitglieder zu repräsentieren. Jede in Luxemburg arbeitende Person, mit Ausnahme der Beamten und öffentlichen Angestellten, ist in der CSL repräsentiert.

Die Webseite  discrimination.csl.lu  widmet sich ausschließlich der Diskriminierung am Arbeitsplatz. Neben einer klaren und bündigen Definition informiert sie über den gesetzlichen Rahmen und die Handlungsmöglichkeiten.

Das Nationale Referenzzentrum zur Förderung emotionaler und sexueller Gesundheit (Centre de référence national pour la promotion de la santé affective et sexuelle, CESAS) hat als Ziel, die emotionale und sexuelle Gesundheit mit Informationscampagnen, Aufklärungscampagnen und Bildung zu fördern. Es entstand im Rahmen des Programms "Promotion de la santé affective et sexuelle", das von vier Ministerien gestartet wurde und unterstützt wird: Das Zentrum  berät
zu verschiedenen Themen, darunter Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung.

Das Antidiskriminierungsgesetz

Das  Gleichbehandlungsgesetz vom 28. November 2006 verurteilt  Diskriminierung. Es gilt für alle öffentliche oder private, natürliche oder juristische Personen einschließlich öffentlicher Einrichtungen. Es untersagt ausdrücklich jegliche Form von  direkter oder indirekter Diskriminierung im Hinblick auf Religion, Überzeugungen, Behinderungen, Alter, sexuelle Orientierung, tatsächliche oder vermeintliche Zugehörigkeit bzw. Nicht-Zugehörigkeit zu einer Rasse oder Ethnie.

Der Geltungsbereich des Gesetzes bezieht sich auf die Lebens- und Arbeitsplätze, die Schule und die Öffentlichkeit im Allgemeinen.

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