Das Luxemburger Gesundheitssystem zählt zu den besten der Welt. 95,2% der Einwohner sind krankenversichert. 

In Luxemburg ist die Lebenserwartung sehr hoch. Sie liegt laut einer Eurostat-Studie aus dem Jahr 2018 bei etwa 82,4 Jahren. Dies überrascht kaum; schließlich steht der Gesundheitszustand der Bevölkerung in engem Zusammenhang mit dem Gesundheitssystem.

Die Ausgaben Luxemburgs im Gesundheitsbereich lagen laut Angaben des Gesundheitspanoramas 2018 der OECD im Jahr 2017 bei 6,1% des BIP. Im Vergleich mit den anderen Mitgliedsländern der Organisation zählt Luxemburg zu den Ländern, die pro Einwohner am meisten Geld für die Gesundheit ausgeben, im Jahr 2017 waren es 4.713 Euro.

Das Großherzogtum verfügt über vier große regionale Krankenhauszentren, ein allgemeines Krankenhaus, drei nationale Zentren (Strahlentherapie, Herzchirurgie und Interventionskardiologie, funktionelle Rehabilitation und allgemeine Rehabilitation) sowie weitere spezialisierte Einrichtungen (Gynäkologie/Geburtshilfe, Psychiatrie, Pflege) mit insgesamt 2.621 Betten für die Akutpflege und mittlere Pflegedauer.  

Luxemburg verfügt nicht nur über eine umfassende Abdeckung an medizinischen Einrichtungen, sondern verzeichnet auch eine große Zahl Ärzte. Diese Zahl hat sich in den letzten 20 Jahren sogar noch verdoppelt. Laut den letzten Statistiken der medizinischen Demografie gab es im Großherzogtum Ende 2017 etwa 2.331 Ärzte (Nationale Gesundheitskasse - Caisse nationale de santé, CNS, 2017), sowohl Allgemeinärzte als auch Spezialisten.

Bei den Krankenpflegern verzeichnet Luxemburg laut einer kürzlich veröffentlichten Studie des Insee – Nationales Institut für Statistik und Wirtschaftsstudien in  Frankreich -  mit 11,7 Krankenpflegern auf 1.000 Einwohner eine der höchsten Zahlen der OECD.

Notaufnahme, Bereitschaftsdienst und die "Maisons médicales" (Häuser der Medizin)

Auf  der Seite der Notaufnahmen und  Bereitschaftsdienste auf dem Portal des Großherzogliches Feuerwehr- und Rettungskorps können Sie sich über folgende Themen informieren:

Für nächtliche Behandlungen oder Notfälle können sich die Patienten an eines der drei Häuser der Medizin wenden, die sich in Luxemburg-Stadt, Esch-Alzette und Ettelbrück befinden.

Sie funktionieren wie eine allgemeinmedizinische Praxis und gewährleisten einen medizinischen Bereitschaftsdienst außerhalb der normalen Sprechzeiten, d.h.:

  • abends von 20 bis 24 Uhr;
  • nachts von 24 bis 7 Uhr;
  • am Wochenende und an Feiertagen von 8 Uhr bis um 7 Uhr morgens am darauf folgenden Tag.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten  Notfall- und Bereitschaftsdienste (Services d'urgence et de  garde) des Gesundheitsportals!

Die Integration von Menschen mit Behinderungen

In Luxemburg gibt es zahlreiche Vereinigungen, die im Bereich der Integration und der Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen tätig sind.

Auf staatlicher Ebene ist das Ministerium für Familie und Integration (Ministère de la Famille et de l' Intégration) über den Hohen Behindertenrat (Conseil supérieur des personnes handicapées, CSPH) für politische Entscheidungen im Sinne der Betroffenen verantwortlich.

Die  Abteilung für behinderte Arbeitnehmer (Service  des travailleurs handicapés) der Agentur für Arbeit (Agence pour le développement de l'emploi, ADEM) setzt sich für die Integration und die berufliche Wiedereingliederung von Menschen mit Behinderung ein.

Der  Service Info- Handicap  ist das Informationszentrum für alle Fragen zum Thema Behinderung in Luxemburg. 

Weitere Informationen finden Sie auf den  Seiten zum Thema Handicap  des Gesundheitsportals.

Für nächtliche Behandlungen oder Notfälle können sich die Patienten an eines der drei Häuser der  Medizin wenden,  die sich in Luxemburg-Stadt, Esch-Alzette und Ettelbrück befinden.

Lebensmittelsicherheit

Im Bereich der Lebensmittelsicherheit ist das Regierungskommissariat für Qualität, Betrug und Lebensmittelsicherheit ("Commissariat du gouvernement à la qualité, à la fraude et à la sécurité alimentaire") für die Koordinierung der verschiedenen Behörden, die in Luxemburg offizielle Kontrollen der Lebensmittelkette durchführen, zuständig.

Das Kommissariat betreibt eine Internetseite mit Informationen zum Thema Lebensmittelsicherheit, die sich sowohl an Verbraucher als auch an Professionelle richtet. Durch ein Frühwarnsystem kann die Öffentlichkeit über diese Website bei Problemen mit Lebensmitteln informiert werden.

Weitere Informationen finden Sie auf den  Seiten  Hygiene und   Lebensmittelsicherheit  (Hygiène et sécurité alimentaire) des Gesundheitsportals.

Häusliche Hilfsleistungen und Krankenpflege

Luxemburg verfügt über ein dichtes Hilfs- und Pflegenetz. Derzeit gibt es in Luxemburg 13 Netzwerke, die Menschen in ihrem Zuhause helfen. Die Dienste sind das ganze Jahr über sieben Tage die Woche tätig. Die Kosten für die Hilfe und Pflege zu Hause werden bei  Empfängern  der Pflegeversicherung von der CNS übernommen.

Weitere Informationen finden Sie auf  der Website Luxsenior,  die vom Ministerium für Familie, Integration und die Großregion herausgegeben wird! Die Website richtet sich vorrangig an Senioren und ihre Angehörigen. Sie bietet eine Vielzahl an Informationen in den Bereichen Active Ageing  und zu den verschiedenen Dienstleistungsangeboten für Senioren, die zu Hause oder in einer Pflegeeinrichtung leben.

Weitere Informationen  zur Pflege zu  Hausekönnen auf dem Gesundheitsportal eingesehen werden!

Drogen und Drogenabhängigkeit

Das luxemburgische Netzwerk zur Information über Betäubungsmittel und Drogenabhängigkeit ("Réseau luxembourgeois d’information sur les stupéfiants et les toxicomanies", RELIS) veröffentlicht jährlich einen Bericht über das Drogenproblem in Luxemburg.

Auf dem Gesundheitsportal finden Sie weitere Informationen  zu illegalen Drogen und Formen  der Abhängigkeit, Vorbeugung, Anlaufstellen im Bereich Drogen, Schlüsseldaten usw.

Das luxemburgische Gesundheitsportal

2009 startete das Gesundheitsministerium das Gesundheitsportal, in  dem auf einer einzigen Website alle Informationen zum Thema Gesundheit zusammengefasst sind. Das Gesundheitsportal richtet sich an die Bürger und die Fachkräfte des Gesundheitssektors.

Das Gesundheitsportal ist wie folgt gegliedert:

  • Ratschläge in Sachen Prävention;
  • Hintergrundinformationen zu bestimmten Themen;
  • erklärende Unterlagen zu Erkrankungen, Tests und Analysen;
  • Details zu den Rückzahlungsbedingungen der Pflege;
  • Vorstellung aller Akteure des Gesundheits- und Sozialwesens;
  • Informationen zu den Gesundheitsberufen;
  • aktuelle Informationen und Terminkalender mit allen wichtigen Veranstaltungen;
  • im Bereich der Gesundheit geltende Gesetzgebung;
  • verschiedene Publikationen;
  • Informationen zu den Kampagnen des Ministeriums und der Gesundheitsbehörde.

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