Preisverleihung des Nationalen Literaturwettbewerbs 2019
Der 1. Preis des Nationalen Literaturwettbewerbs geht an den Autor Samuel Hamen.

Der luxemburgische Autor Samuel Hamen gewann am 4. Dezember 2019 mit seinem Roman I.L.E den 1. Preis in der Kategorie "Erwachsene Autoren" des Nationalen Literaturpreises

Ein geschichts- und stimmenträchtiger Preis

Der Nationale Literaturwettbewerb findet seit 1978 jedes Jahr statt und wird vom Ministerium für Kultur organisiert. Sein Ziel besteht darin, das literarische Schaffen in Luxemburg zu fördern und als Katalysator für neue Stimmen zu wirken. Seit der ersten Ausgabe des Wettbewerbs wurden etwa 125 Autoren ausgezeichnet, die heute mehrheitlich auf nationaler und internationaler Ebene Anerkennung genießen.

Die im Rahmen des Wettbewerbs eingereichten Texte dürfen noch nicht veröffentlicht worden sein und vor der Bekanntgabe der offiziellen Ergebnisse auch in keiner Weise veröffentlicht werden. Der erste Preis in der Kategorie "Erwachsene Autoren" ist mit 5.000€ und einem Beitrag zu den Veröffentlichungskosten seitens eines anerkannten Verlagshauses dotiert. Der Autor behält alle Rechte an der Veröffentlichung.

In jedem Jahr wendet sich der Wettbewerb einem anderen Literaturgenre zu. Die Ausgabe 2019 ist den Romanen in luxemburgischer, französischer, deutscher oder englischer Sprache vorbehalten. Insgesamt haben 34 erwachsene Autoren einen Text eingereicht. Sieben Werke waren in französischer, 16 in deutscher, neun in englischer und zwei in luxemburgischer Sprache verfasst.

4 junge Autoren haben ihr Werk eingereicht, darunter eines in französischer und drei in deutscher Sprache. 

 

Die Preisträger

Die Kulturministerin Sam Tanson überreichte die Preise des Nationalen Literaturwettbewerbs im Nationalen Literaturzentrum in Mersch im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung mit musikalischer Untermalung durch Bartleby Delicate, Lesungen, Podiumsdiskussionen und einem Umtrunk.

 I.L.E. von Samuel Hamen ist eine Mischung aus Kriminalroman und dystopischer Erzählung, welche die Jury auch aufgrund einer "souveränen und kreativen Sprache" überzeugte.

The Ghost Soldier von Olivia Katrandjian erhielt den 2. Preis und Wundholz von Anja Di Bartolomeo den 3. Preis in der Kategorie "Erwachsene Autoren".

Antoine Pohu erhielt den 1. Preis in der Kategorie "Junge Autoren im Alter von 15-25 Jahren" für seinen französischen Roman La Quête, der von großer stilistischer Reife zeugt. Die Geschichte mit zwei Erzählsträngen berichtet mit großer Intensität und zahlreichen Anspielungen von der Entwicklung eines Autors auf der Suche nach Inspiration und von zwei Waisenkindern auf einer Odyssee zu sich selbst.

 

© MCULT

(von li. nach re.) Olivia Katrandjian, Autorin; Antoine Pohu, Autor; Anja Di Bartolomeo, Autorin; Sam Tanson, Kulturministerin; Samuel Hamen, Autor; Jérôme Jaminet, Autor

Eine Jury aus nationalen Experten

Die Jury des Wettbewerbs 2019 setzte sich wie folgt zusammen:

-          Jérôme Jaminet (Vorsitzender), Professor, Literaturkritiker und Vermittler

-          Fabienne Gilbertz, Universität Luxemburg - Institut für luxemburgische Sprache und Literatur

-           Ludivine Jehin, Konservatorin am Nationalen Literaturzentrum in Mersch

-           Marcel Kieffer, Journalist im Ruhestand

-          Jay Schiltz, Journalist, Autor und Kabarettist 

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