Antoine Pohu – "La Quête" Der erste Roman mit dem Titel "La Quête" von Antoine Pohu ist ab dem 15. Juli 2020 in den Buchhandlungen erhältlich.

Beim Nationalen Literaturwettbewerb 2019 hat Antoine Pohu den 1. Preis in der Kategorie "Junge Schriftsteller im Alter zwischen 15 und 25 Jahren" für seinen französischsprachigen Roman La Quête gewonnen. Da die Jury die außerordentliche stilistische Reife des jungen Schriftstellers hervorgehoben hat, wollten wir mehr über ihn, seine Leidenschaft, seinen Werdegang, sein Buch und seine Zukunftspläne wissen.

Ein Autor mit vielen Gesichtern

Der im Jahr 1999 geborene Antoine Pohu ist ein luxemburgisch-französischer Schriftsteller. Er studiert Geschichte in Brüssel. Seine Leidenschaft für das Schreiben prägt jedoch seinen Alltag: Er liest und schreibt jeden Tag, und diese zwei Tätigkeiten bestimmen seinen Tagesablauf.

Im Alter von 16 Jahren nimmt er zum ersten Mal einen Stift in die Hand und schreibt ein Theaterstück "von dem niemand sprechen wird" (Zitat des Schriftstellers).

Die Musik, seit seiner Kindheit eine Leidenschaft, spielte damals noch eine wichtige Rolle. Er schreibt jedoch immer häufiger Gedichte und kurze Prosatexte, und das Schreiben beginnt nach und nach das Klavier zu ersetzen. Allerdings gehört die Musik auch heute noch zu ihm: auch wenn er weniger selbst spielt, hört er umso mehr Musik. 

Im Jahr 2018 erscheint der Text Le Masque in den Cahiers luxembourgeoisund wird mit dem Literaturpreis Prix Laurence ausgezeichnet. Die Literatur spielt anschließend eine zunehmend wichtigere Rolle in seiner Freizeit, und dieser Stellenwert wird gestärkt durch die zwei Preise, die der junge Schriftsteller beim Wettbewerb Jeune Printemps gewinnt. 

© Antoine Pohu

2019 hat Antoine Pohu beim Nationalen Literaturwettbewerb den 1. Preis in der Kategorie "Junge Schriftsteller im Alter zwischen 15 und 25 Jahren" für seinen Roman La Quête erhalten.

Um das Studium, das Schreiben von Texten und Romanen und das rege Brüsseler Nachtleben unter einen Hut zu bekommen, findet er seinen Ausgleich im Sport, insbesondere dem Fahrradsport und dem Klettern.  

La Quête – ein lesenswertes preisgekröntes Buch

Seine Inspiration findet Antoine Pohu in literarischen Werken, der Fotografie, der Musik, in Filmen und im Alltag. Das was ihn antreibt, ist einfach der Wunsch und der Wille zu schreiben.

Im Oktober 2018 beginnt er, seinen ersten Roman zu schreiben, und das Buch erscheint im Juli 2020 im Verlag Op der Lay 

© Antoine Pohu

Die ersten Sätze gingen dem Schriftsteller tagelang nicht aus dem Kopf, und er hatte bereits eine Leitidee der Handlung in petto, als er die ersten Worte niederschrieb. Unter den zahlreichen Inspirationsquellen haben das Buch Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry und der Zeichentrickfilm Chihiros Reise ins Zauberland von Hayao Miyazaki den Ton des Romans La Quête stark beeinflusst.

Laut der Jury des Nationalen Literaturwettbewerbs ist das Buch der Beweis für eine große stilistische Reife. Im Roman werden zwei Parallelgeschichten erzählt: die eines Schriftstellers, der über seine Vergangenheit und seinen Platz gegenüber der Schönheit des alltäglichen Lebens nachdenkt, und die Geschichte desselben Schriftstellers, der die Abenteuer von zwei Waisenkindern, die in einem Boot durch das Weltall reisen, erzählt. 

Der Schriftsteller versucht in einem klaren und einfachen Stil zu schreiben, bei der Wahl seiner Worte sehr genau zu sein, und dabei totzdem poetisch zu bleiben. 

Hören Sie selbst einen Auszug aus dem Buch, gelesen von Antoine Pohu. Das Video ist Teil des Projekts #LiteraturLiwwererOnline von Jérôme Jaminet, Lehrer, Literaturkritiker und Literaturvermittler, der in Luxemburg lebt. Jérôme Jaminet war ebenfalls der Vorsitzende der Jury des Nationalen Literaturwettbewerbs. 

Die nächsten Kapitel

Natürlich will Antoine Pohu eines Tages von der Schriftstellerei leben können, aber in der Zwischenzeit studiert er gewissenhaft weiter, um möglicherweise eine diplomatische Laufbahn anzustreben. Unabhängig davon, wie die Zukunft aussehen wird, hat er beschlossen, sich stets Zeit zum Schreiben zu nehmen.

Eine Textsammlung ist bereits fertiggestellt: Plasticité narrative de l'Imagination. Er ist ebenfalls bereits dabei, einen weiteren Roman zu schreiben. Das ist die größte Freude des jungen Schriftstellers. Und die ersten Notizen für das dritte Buch hat er bereits zu Papier gebracht.

Wenn er einen Wunsch frei hätte, dann wäre das eine ewige Quarantäne (ohne Unterricht und Online-Prüfungen), damit er seine Tage mit Lesen und Schreiben verbringen kann. (Der Schriftsteller lacht) Er träumt davon, dass seine Leser in seinen Bücher innere Ruhe finden und sich nach dem Lesen besser fühlen. 

© Debby Hudson, Unsplash