Lebenshaltungskosten

Armutsgefährdung, auch in Luxemburg

Das garantierte Mindesteinkommen (revenu minimum garanti, RMG) ist ein Instrument zur Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung

Die Armutsgefährdungsquote wird als prozentualer Anteil der Personen definiert, die ein Einkommen von weniger als 60 % des vergleichbaren Medianeinkommens beziehen. Für das Jahr 2015 beträgt das vergleichbare Medianeinkommen in Luxemburg 35.270 Euro pro Jahr, und die jährliche Armutsgefährdungsschwelle liegt dementsprechend bei 21.162 Euro. Entgegen den Vorjahren ist die luxemburgische Armutsgefährdungsquote zwischen 2014 und 2015 erheblich gesunken. Mit einem Wert von 15,3 % entfernt sich diese Quote deutlich vom Durchschnitt der Eurozone, der bei 17,2 % liegt. Von allen Mitgliedern der Eurozone ist Luxemburg das Land, dessen Quote am stärksten abnimmt (- 6,7 %). Längerfristig gehört Luxemburg jedoch zu den Ländern, deren Armutsgefährdung sich mit einem durchschnittlichen Anstieg von 1,1 % pro Jahr seit 2005 deutlich erhöht. Es liegt somit vor seinen sämtlichen Nachbarländern, mit Ausnahme von Deutschland mit einer stark ansteigenden Armutsgefährdungsquote während der letzten zehn Jahre (durchschnittlich +3,2 % pro Jahr).

Das garantierte Mindesteinkommen

Eines der wichtigsten Instrumente zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung in Luxemburg ist das garantierte Mindesteinkommen (revenu minimum garanti, RMG). Tatsächlich erhalten Personen, deren Einkommen unter einer gewissen Grenze liegt, die als Existenzminimum gilt, dank des RMG mehrere finanzielle Beihilfen, die Ihnen helfen sollen, einen Ausweg aus ihrer Situation zu finden. 

Die Zuweisung des garantierten Mindesteinkommens ist an bestimmte Bedingungen hinsichtlich Alter, Wohnsitz und Einkommen geknüpft. Mehr dazu erfahren Sie auf der Internetseite des Bürgerportals.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 30-07-2018