Sport - Radsport

Andy Schleck (*1985)

Luxemburgischer Radrennmeister, hervorragender Bergfahrer, Gewinner der Tour de France

Andy Schleck im gelben Trikot während der Tour de France 2011
© SIP / Nicolas Bouvy
Ursprünglich aus Mondorf, ist Andy Schleck einer der luxemburgischen Radrennfahrer-Brüder, die in aller Welt berühmt wurden. Er wurde in drei aufeinanderfolgenden Jahren zum Sportler des Jahres gewählt - 2009, 2010 und 2011 -, aber sein größter Erfolg ist der Sieg bei der Tour de France 2010.  

Es liegt in der Familie

Andy Schleck wurde am 10. Juni 1985 in Luxemburg-Stadt geboren. Seine Anfänge in der Welt des Radsports sind sicherlich geprägt von seinem Vater, Johny Schleck, der zwischen 1965 und 1974 7 Mal an der Tour de France teilnahm, und von dem Erfolg seines älteren Bruders Fränk Schleck. Sein Talent stellt er früh unter Beweis, als er das renommierte Rennen Flèche du Sud 2004 im Alter von 18 Jahren gewinnt.

Seine Anfänge als Profi-Radfahrer macht er im Alter von 19 Jahren in der dänischen Mannschaft CSC-Saxo Bank, und er beweist sein Talent weiterhin in größeren Rennen wie der Katalonien-Rundfahrt 2005 oder der Luxemburg-Meisterschaft im Einzelzeitfahren, die er ebenfalls 2005 gewinnt.

Seine ersten großen Erfolge feiert er bereits 2007 beim Giro d’Italia, wo er in der Gesamtwertung Zweiter wird und so das Trikot des besten Nachwuchs-Profifahrers erlangt. Dieses Trikot gewinnt er ein weiteres Mal im folgenden Jahr bei seiner ersten Teilnahme an der Tour de France, bei der er auf Platz 12 landet.

Endlich die Tour de France!

Der erste Sieg lässt nicht lange auf sich warten: Er trägt ihn 2009 davon, als er das älteste Straßenrennen gewinnt, Lüttich-Bastogne-Lüttich. In diesem Moment wird er zur Radsporthoffnung der Nation. Es folgen weitere wunderbare Erfolge, wie der 2. Platz bei La Flèche Wallonne und bei der Luxemburg-Rundfahrt. Aber den Luxemburgern bleibt vor allem der 25. Juli 2009 im Gedächtnis, als Andy Schleck beim Anstieg zum Mont Ventoux mehrmals beschleunigt und eine außergewöhnliche Hartnäckigkeit an den Tag legt, wodurch er Starradfahrer wie Alberto Contador, Lance Armstrong und Bradley Wiggins hinter sich lässt. Und das, obwohl Andy Schleck über viele Kilometer lang seinen Bruder, der zur selben Mannschaft gehört, nicht im Stich lässt!

2010 gewinnt Andy Schleck endlich die "Große Schleife", nach einem Rennen voller Emotionen, bei dem der Spanier Alberto Contador den Luxemburg auf der Champs-Elysées auf den 2. Platz verweist. Nach der Herabstufung des Spaniers wegen Einnahme illegaler Substanzen, wird ihm das gelbe Trikot am 27. November 2014 vom französischen Präsidenten François Hollande verliehen.

2011 beendet Andy Schleck die Tour de France auf dem 2. Platz der Gesamtwertung, für die luxemburgische Mannschaft Leopard-Trek, das 2014 zu Trek Factory Racing wurde. Die Saisons 2012-2014 bringen ihm weniger Glück, da sie von wiederholten Verletzungen und Aufgaben geprägt sind.

Am 9. Oktober 2014 kündigt Andy Schleck bei einer stark in den Medien verbreiteten Pressekonferenz an, dass er seine Profikarriere beendet. Nach seinem Karriereende kündigte er an, einen Fahrradladen in Luxemburg eröffnen zu wollen.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 14-06-2017