Wahlrecht

In Luxemburg wurde das allgemeine aktive und passive Wahlrecht am 26. Oktober 1919 eingeführt, auch wenn die Frauenbewegung vor dem Ersten Weltkrieg hierzulande noch nicht sehr aktiv war.

Vor diesem Zeitpunkt unterlag das Wahlrecht dem Zensus und nur 25% der Männer hatten das Recht zu wählen.

Trotz des Wahlrechts hat sich die Beteiligung der Frauen am politischen Leben nur sehr schleppend entwickelt.

Bei den ersten Parlamentwahlen im Jahre 1919 wurde nur eine einzige Frau gewählt.

Zwischen 1931 und 1965 war das weibliche Geschlecht dann gar nicht mehr in der Abgeordnetenkammer vertreten.

Im Jahre 1967 wurde zum ersten Mal eine Frau Mitglied der Regierung.

Nach den Parlamentswahlen von 2009 stellen Frauen nur 20% der Abgeordneten und 27% der gewählten Minister. Nach den Gemeindewahlen von 2011 waren vier von fünf Mandaten von Männern besetzt.

Diese niedrigen Quoten spiegeln die Geschlechterverteilung in der Bevölkerung in keinster Weise wider. Ideal wär eine paritätische Geschlechtervertretung.

(Quellen: Ministerium für Chancengleicheit Broschüre "Frauenleben - Frauenlegenden" des LCTO)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 21-03-2018