Die luxemburgische Sprache in Rumänien

Zwischen dem 9. und dem 14. Jahrhundert verließen viele Einwohner der Mosel-, Maas-, und Rheingegend, sowie aus Flandern, Holland oder und Luxemburg ihre Heimat um sich in Rumänien niederzulassen.

In Siebenbürgen (oder Transsylvanien), das im 12. Jahrhundert von den Aussiedlern, den "Sachsen aus Siebenbürgen", gegründet wurde, wird heute noch eine Sprache gesprochen, die dem Moselfränkischen das zwischen Rhein und Mosel gesprochen wird, also dem Luxemburgischen, sehr ähnlich ist.

Siebenbürgen gehörte über Jahrhunderte hinweg zu Ungarn, bevor es nach dem Zweiten Weltkrieg ein Teil Rumäniens wurde. Heute noch lebt hier eine sächsische Minderheit und es werden offiziell zwei Sprachen gesprochen.

Da Luxemburg und Siebenbürgen gemeinsame Traditionen und historische Wurzeln verbindet, waren Luxemburg und Sibiu, eine der größten Städte Siebenbürgens, 2007 zusammen Europäische Kulturhauptstädte.

2003 wurde die "Casa Luxemburg" in Sibiu eingeweiht. Dieses Luxemburger Haus in Rumänien beherbergt das Europäische Institut der Kulturwege, ein Touristenbüro und ein Spracheninstitut.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 27-04-2015