Tourismus

Virtueller Tourismus: Museumsbesuch 2.0

Die luxemburgischen Museen springen auf den Zug der digitalen Technologie auf und bieten 3D-Erlebnisse und virtuelle Besichtigungen ihrer Sammlungen

02-tourisme virtuel-muséeMöchten Sie die Sammlungen eines Museums genau kennen, um Ihren Besuch im Voraus zu planen? Sie können dieses Jahr leider nicht nach Luxemburg kommen, wollen sich aber aus der Ferne mit der Landesgeschichte beschäftigen? In Luxemburg können Sie anhand der neuen technologischen Anwendungen zum virtuellen Touristen werden, um das Kulturerbe Luxemburgs zu erleben.

Hier eine erste Auswahl an Aktivitäten, um zum Profi unter den virtuellen Touristen zu werden: die Museen.

Ein personalisierter Museumsbesuch dank der neuen Technologien

Das Lëtzebuerg City Museum nutzt die digitale Technologie, sodass jeder Besuch zu einem personalisierten Erlebnis wird. Die #MuseTechLounge ist seit Anfang 2019 zugänglich und dient dazu, die Hauptstadt und ihre Geschichte anhand von digitalen Tools, insbesondere eines riesigen Touchscreens zu entdecken. Anhand des Systems Villux können Luftaufnahmen der heutigen Stadt über alte Katasterpläne gelegt werden.

Zudem gibt es eine neue Smartphone-App, die am Empfang des Museums heruntergeladen werden kann. Für Sehbehinderte und Personen, die kein Smartphone besitzen, verfügt das Museum über rund zehn Tablets, die es zur Verfügung stellt. Der Besucher hat die Wahl zwischen zwei geführten Besichtigungen: eine für Erwachsene (Dauer: 45 Minuten) und eine für Kinder (Dauer: 24 Minuten). Wenn Sie ein Geschichtsfan sind, sollten Sie sich für den „Entdeckermodus“ entscheiden, der einen eingehenden Besuch mit bis zu fünf Erklärungsebenen für bestimmte Exponate anbietet!

Sie können auch von Ihrem Sofa aus an einer geführten Besichtigung des Museums in 3D teilnehmen!

Die Museen sind nicht mehr nur die Hüter der kreativen Kunstobjekte, sondern auch Kreationszentren an sich. Dieser Ansatz gilt auch für das Nationalmuseum für Kunst und Geschichte (Musée national d’histoire et d’art, MNHA), das in diesem Jahr die MNHA Design Jam-Workshops angeboten hat: DIE Gelegenheit für die Besucher, sich mit den neuen Technologien anzufreunden, ihrer Kreativität im Rahmen einer Reihe von Reflexionsaktivitäten zum Thema Kreation freien Lauf zu lassen und ihre Kommentare zur Zukunft der Museumsbesuche abzugeben.

Das MNHA kann man auch über eine Reihe von immersiven und interaktiven 3D-Besuchen entdecken. Das anhand einer Spitzentechnologie eingescannte Museum bietet eine faszinierende digitale Entdeckungsreise durch das luxemburgische Kulturerbe! Auch die Sammlungen können auf der Website des Museums durchforstet werden, ebenso wie die virtuellen Ausstellungen, die fortan verfügbar sind. So können Sie beispielsweise die schönsten Stücke der luxemburgischen Steingutindustrie mit nur einem Klick entdecken!

Luxemburg - ein günstiges politisches Umfeld

Luxemburg ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Einsatz des Staates und eine nationale Strategie die Entwicklung der Digitalisierung des Kulturerbes fördern können. Ziel ist es, den Touristen zu ermöglichen, den Inhalt eines Museums im Vorfeld und aus der Ferne zu entdecken, um ihren Besuch besser vorbereiten zu können, sowie die Entdeckung des Kulturerbes für Behinderte zu vereinfachen, da diese Personen des Öfteren Schwierigkeiten haben, zu bestimmten Orten und Gebäuden zu gelangen. Zudem festigt Luxemburg seine Position als unumgänglicher Akteur in der Branche der digitalen Wirtschaft. Mit einem günstigen gesetzlichen Rahmen, der an die jüngsten Entwicklungen im Tourismus angepasst ist, ist es wahrscheinlich, dass bald neue virtuelle Tourismusprojekte verwirklicht werden.

(Dieser Artikel wurde von der Redaktion von luxembourg.lu verfasst)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 08-08-2019