Kultur

Unesco-Kulturerbe: Die Festung trägt den Titel seit 25 Jahren

1994 wurde der Festung Luxemburg der Status als "Weltkulturerbe" verliehen.

01-unescoSchon seit 25 Jahren steht die Festung Luxemburg auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes. Das 25. Jubiläum des Eintrags auf der Liste der Organisation der Vereinten Nationen wird am 17. Dezember dieses Jahres offiziell gefeiert werden, denn am selben Tag im Jahr 1994 wurde das Großherzogtum zum ersten Mal auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes eingetragen.

An jenem Tag wurden die Zeugen der luxemburgischen Geschichte auf eine Stufe mit anderen ehrwürdigen Weltkulturerbestätten wie die ägyptischen Pyramiden, die Akropolis in Athen oder die barocken Kathedralen Lateinamerikas gestellt.

Für zukünftige Generationen geschützt

Die 1867 geschliffenen Festungswälle, die die Zitadelle jahrhundertelang als Schutzmauern gegen Feinde umgaben, wurden im Lauf der Zeit zu einer uneinnehmbaren Festung - daher ihr Beiname Gibraltar des Nordens. Franzosen, Burgunder, Österreicher, Spanier, Holländer und Preußen herrschten dort nacheinander seit der Gründung des kleinen Forts im Jahr 963 bis zu seiner Schleifung im 19. Jahrhundert.

Heute ist die alte Bastion dank des Titels der Unesco ein Erbe der Vergangenheit und ein historischer Zeuge, der von der Vergangenheit über die Gegenwart bis zur Zukunft erzählt. Dieses außergewöhnliche Kulturerbe soll erhalten und geschützt werden, um es an die kommenden Generationen weiterzugeben.

Die Bereiche, die den höchsten Schutz genießen, betreffen unter anderem die Befestigungsanlagen, die alten Stadtviertel, insbesondere Grund, oder auch das Fort Thüngen.

Insgesamt drei Mal der Titel Welterbe

Doch neben dem Kulturerbe der Menschheit hat das Großherzogtum auch andere Titel der Vereinten Nationen gesammelt. Nun besitzt Luxemburg drei Werke, die als Unesco-Welterbe klassifiziert sind, ein architektonisches, kulturelles oder natürliches Erbe, die genauso abwechslungsreich sind wie sein kosmopolitisches und multikulturelles Umfeld.  

2003 wurde die Fotoausstellung The Family of Man von Edward Steichen als Weltdokumentenerbe klassifiziert. Die 1955 im Museum of Modern Art New York (MoMa) gezeigte Ausstellung reiste um die Welt, bevor sie ihren dauerhaften Platz hinter den Mauern von Schloss Clerf einnahm.

2010 wurde die Echternacher Springprozession am Pfingstdienstag zum "immateriellen Kulturerbe" erklärt und erhielt den Titel "lebendiges Unesco-Kulturerbe".

(Dieser Artikel wurde von der Redaktion von luxembourg.lu verfasst)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 06-03-2019