Großregion

Großregion: Luxemburg zieht Bilanz

Luxemburg zieht Bilanz über seine Präsidentschaft des Gipfels der Großregion

Bilan de la présidence luxembourgeoise du Sommet de la Grande RégionDie Großregion ist die größte grenzüberschreitende Region Europas. 5 Regionen aus 4 Ländern arbeiten zusammen, um tagtäglich die Ströme von Personen, Produkten, Dienstleistungen und Informationen zwischen mehr als 11,6 Millionen Personen zu organisieren. Und in der Mitte befindet sich das Großherzogtum Luxemburg, das gerade seine zweijährige Präsidentschaft des Gipfels der Großregion beendet hat. Zeit, Bilanz zu ziehen.

Am Großregion-Projekt beteiligte Bürger

Die Zusammenarbeit zwischen Luxemburg, der Wallonie in Belgien, dem französischen Lothringen sowie den deutschen Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland ist im alltäglichen Leben der jeweiligen Bürger zu spüren. Daher das Bedürfnis der luxemburgischen Gipfelpräsidentschaft, zentrale Themen wie Mobilität, Umweltschutz, Sicherheit oder Digitalisierung anzusprechen.

Mobilität - eine prioritäre Herausforderung

Vor allem die Mobilität gilt angesichts der 240.000 Arbeitnehmer, die tagtäglich zwischen den Regionen pendeln, als Herausforderung. In Luxemburg, wo jeden Tag etwa 188.000 Grenzgänger empfangen und demnach die meisten Fahrten verzeichnet werden, wurde im Jahr 2018 die sogenannte MoDu 2.0-Mobilitätsstrategie vorgestellt. Der grenzüberschreitende Aspekt spielt dabei bereits eine zentrale Rolle.

Das auf Ebene der Großregion im Jahr 2018 entwickelte MMUST-Projekt geht über einen rein nationalen Blick auf die Mobilität hinaus und dient in Sachen Mobilität als Entscheidungs- und Evaluierungstool, um den Entscheidungsträgern eine bessere Organisation der grenzüberschreitenden Mobilität zu ermöglichen.

Wirtschaft und Umwelt - vernetzt denken

Wer Mobilität sagt, sagt auch wirtschaftliche Herausforderungen. Nun wurde der Meta-Automobilcluster „Autoregion unter der luxemburgischen Präsidentschaft gegründet, ein Netzwerk von in der Automobilindustrie tätigen Akteuren und deren Zulieferern. Bis 2030 soll die Autoregion eine Kompetenzplattform in dieser Branche sein, die den Austausch zwischen Unternehmen und Forschungsinstituten ermöglichen wird.

Ein zweiter unter der luxemburgischen Präsidentschaft aufgelegter Cluster heißt „Greater-GREEN. Dieser auf die Akteure aus den Bereichen nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz ausgerichtete Meta-Cluster unterstützt die KMU beim Ausbau ihres Produktangebots und hilft ihnen so bei der Erschließung neuer Märkte.

Mehrere andere Projekte wurden unter der luxemburgischen Präsidentschaft aufgelegt oder vorangebracht, darunter ein Projekt zur Ausarbeitung eines interregionalen touristischen Marketingkonzepts und eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich des Zivilschutzes und der Sicherheit, insbesondere durch die koordinierte Vorbeugung von Hochwasser-, Überschwemmungs- und Dürrerisiken und die Sicherung der Wasserversorgung.

Ein Projekt im Herzen Europas

Die im Herzen Europas gelegene Großregion ist ein Beweis dafür, dass die Beseitigung von Grenzen Möglichkeiten für diejenigen eröffnet, die sie zu suchen bereit sind. Seit dem ersten französisch-deutsch-luxemburgischen Abkommen über die Zusammenarbeit in den Grenzregionen haben sich die Initiativen vervielfacht, um alle Bereiche des öffentlichen Lebens abzudecken. Die grenzüberschreitenden Abkommen und Kooperationen erleichtern tagtäglich das Leben der Bevölkerung in der Großregion. Im Jahr 2007 waren Luxemburg und die Großregion Kulturhauptstadt Europas.

(Dieser Artikel wurde von der Redaktion von www.luxembourg.lu verfasst)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 11-02-2019