Wirtschaft

Global Entrepreneurship Monitor: Luxemburg ist ein Paradies für Unternehmer

Die Bemühungen des Großherzogtums im Rahmen der Unterstützung von angehenden Unternehmern sind nicht unbemerkt geblieben.

Global Entrepreneurship MonitorLuxemburgs Anstrengungen zur Förderung von angehenden Unternehmern haben laut der jüngsten Ausgabe des Global Entrepreneurship Monitor (GEM) die Aufmerksamkeit vieler junger und zukünftiger Unternehmensleiter auf sich gezogen. In der Tat liegen die Leistungen des Landes in diesem Bereich laut dem Bericht deutlich über dem EU-Durchschnitt, was auch den zahlreichen von der Regierung aufgelegten Programmen zu verdanken ist.

Regierungsprogramme schaffen Unternehmer

Gemäß den Autoren liegen die wesentlichen Stärken Luxemburgs in den ausgezeichneten physischen und Dienstleistungsinfrastrukturen des Landes und seinen staatlich geförderten Maßnahmen, die der Bericht deutlich über dem EU-Durchschnitt ansetzt. Auf einer Skala von 1 bis 9 lauten die Ergebnisse Luxemburgs wie folgt:

  • 6,9 für die physischen und Dienstleistungsinfrastrukturen des Landes (EU: 6,6);
  • 5,7 für seine Regierungsprogramme (EU: 4,4);
  • 5,7 für seine gewerblichen und beruflichen Infrastrukturen (EU: 5,1);
  • 5,6 für seine steuerlichen und administrativen Rahmenbedingungen (EU: 3,8).

Diese Ergebnisse resultieren teilweise aus etlichen von der Regierung verabschiedeten Programmen und Maßnahmen, mit denen Menschen ermutigt werden sollen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen und ihre eigene Gesellschaft zu gründen. Hierzu zählen, unter anderem, der Inkubator Nyuko mit seinen Programmen 1,2,3, GO und Impuls, sowie die Fit4-Initiativen: Fit4Start (Coaching für start-ups), Fit4Digital (ICT Beratung), Fit4Growth (Entwicklung von KMU) et Fit4Entrepreneurship (Coaching für Arbeitssuchende).

Die Studie streich allerdings auch einige Bereiche hervor, in denen sich Luxemburg noch verbessern könnte: das relativ geringe Angebot an Ausbildung im Bereich Unternehmertum in Grund- und Sekundarschulen, Finanzierung und Ressourcenverfügbarkeit (Büroräume und Personalwesen) sowie Binnenmarktdynamik. Letztere resultiert teilweise aus der Marktöffnung, welche die Preiskontrolle erschwert, und aus dem luxemburgischen Sozialmodell, das die Lohnindexierung beinhaltet.

Unternehmer sind glücklich mit ihren Entscheidungen

Der Hauptindikator des GEM, die Total early-stage Entrepreneurial Activity-Quote (TEA), anhand derer der Anteil der Unternehmer im Verhältnis zur ansässigen Gesamtbevölkerung gemessen wird, bestätigt, dass das Land für Start-ups zunehmend attraktiv wird: 9,3 % der Bevölkerung gehen unternehmerischen Tätigkeiten nach, während der EU-Durchschnitt nur bei 8,3 % liegt. Laut dem Bericht ist die Beliebtheit der Ausbildungsprogramme als Hauptgrund für die Zunahme der unternehmerischen Tätigkeit anzusehen. In der Tat haben sie bei rund 13 % der Gesamtbevölkerung das Interesse an einem Werdegang als Unternehmer geweckt.

Luxemburgs TEA-Unternehmer sind zudem allgemein zufrieden mit ihren getroffenen Entscheidungen (72,5 %), wobei Unternehmerinnen mit ihrer Selbstständigkeit insgesamt zufriedener sind als ihre männlichen Pendants.

(Dieser Artikel wurde von der Redaktion von www.luxembourg.lu verfasst)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 12-02-2019