Sport

Luxemburg nimmt an den Olympischen Jugend-Sommerspielen 2018 in Buenos Aires teil

10 junge Luxemburger Sportler treten an

Los geht's! Vom 6. bis zum 18. Oktober nehmen 10 junge Luxemburger Sportler an den Wettkämpfen der 3. Olympischen Jugend-Sommerspiele teil. Die Ausgabe 2018 wird in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires ausgetragen. 4.000 Sportler zwischen 15 und 18 Jahren aus 206 Ländern werden dort versuchen, eine der begehrten Medaillen zu gewinnen. Für die meisten jungen Luxemburger ist es die erste Teilnahme an einem olympischen Event.

La sélection luxembourgeoise pour les Jeux olympiques de la jeunesse d'été

Die 10 Luxemburger Sportler sind:

  • Fanny Arendt (Leichtathletik)
  • Nina Barton (Radsport)
  • Eva Daniels (Triathlon)
  • Nicolas Kess (Radsport)
  • Lena Kieffer (Leichtathletik)
  • Arthur Kluckers (Radsport)
  • Laetitia Maus (Radsport)
  • Eleonora Molinaro (Tennis)
  • Marie Perez Garcia (Schwimmen)
  • Bob Sauber (Schwimmen)

Die luxemburgische Delegation besteht insgesamt aus 19 Mitgliedern. Heinz Thews, Delegationsleiter und ehemaliger Tischtennistrainer, zieht eine erste, sehr positive Bilanz:

1. Mit welchen Erwartungen ist die luxemburgische Auswahl zu den olympischen Jugendspielen in Buenos Aires gefahren?

Logo des JOJ 2018

Sportlich gesehen ist das bei den Youth Olympic Games immer eine relativ schwierige Sache, weil man die Konkurrenz sehr wenig kennt: in den Altersklassen ist die Fluktuation sehr groß.

Wir haben dann aber ja im allerersten Wettbewerb mit dem 4. Platz – leider ganz knapp an der Medaille vorbei – ein super, super Resultat erzielt mit der Eva Daniëls. Im Tennis haben wir auch sehr, sehr gute Leistungen gesehen, auch mit die erste Runde gewonnen. Eine neue Bestzeit im Schwimmen haben wir erreicht. Und wir sind schon sehr, sehr interessiert was unsere Leichtathleten, die am Freitag an den Start gehen zum ersten Mal, unsere beiden Mädchen, und dann natürlich in der zweiten unsere ganzen Radwettbewerbe, was das bringt.

Die Stimmung ist extrem gut im Team. Wir funktionieren sehr gut bisher. Toi, toi, toi dass das so bleibt. Und alle haben sehr viel Spaß im Moment.

2.4 der 10 Luxemburger Teilnehmer sind Radsportler. Ist Radsport in Luxemburg populärer geworden in den letzten Jahren?

Ich meine, dass der Radsport an sich ja eine historisch besetzte Sportart ist, mit all den Erfolgen, und dass es nach wie vor ganz hohe Popularität hat. Es ist auch immer wieder gelungen, absolute Leistungsträger von internationalem Format als Zugpferde, als Role models zu haben. Das wechselt eigentlich dann immer ab.

Wir hatten die historischen Tour de France Erfolge. Wir haben mit der Generation Schleck-Kirchen im Grunde eine leichte Welle gehabt. Und jetzt mit einem Bob Jungels, der auch absolut mit Top-Niveau fährt wieder ein Leader. Ich meine, dass das sich eigentlich immer wiederholt. Ich glaube nicht, dass da irgendwo eine Delle wäre.

Das ist nach wie vor extrem populär. Und Luxemburg ist todsicher ein Radsportland.

3. Mit dem Sportlycée ist ein neues Kapitel in der Sportförderung aufgeschlagen worden. Ist der Luxemburger Sport dabei, sich zu professionalisieren?

Heinz Thews: Wir machen das im Moment wie ein Lego-Baukasten System. Es kommt immer wieder etwas dazu. Der Sportlycée war ein ganz, ganz wichtiger Schritt um die Nachwuchsathleten organisiert Schule und Leistungssport zusammenbringen zu lassen.

Ich meine, dass deutlich zu sehen ist, dass wir mit den Schülern des Sportlycée die praktisch ihre ganze Sekundärzeit dann in dieser Schule verbringen, eine deutlich bessere Grundausbildung über alle wichtigen Bereiche erreichen.

Und jetzt mit der neu geschaffenen LIHPS Institution [Luxembourg Institute for High Performance in Sports, Anm.d.Red.], die also dann nochmal mehr Expertise und mehr Möglichkeiten für die Top-Athleten bringen soll, kommt eigentlich ein nächster Baustein dazu.

Insofern meine ich, ist die Frage einfach zu beantworten: der Luxemburger Sport ist dabei, alles zusammen zu fügen was nur möglich ist, um den großen Talenten, die wir immer wieder haben, den Weg ganz nach oben ein bisschen einfacher zu machen.

(Das Interview wurde von der Redaktion von luxembourg.lu geführt und wurde leicht gekürzt)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 11-10-2018