Beschäftigung und Arbeit

Eurostat: der öffentliche Sektor in Luxemburg einer den kleinsten in Europa

Laut der Studie beträgt die Beschäftigung im öffentlichen Dienst in Luxemburg nur 12 %.

27-fonctionpubliqueLaut einer Eurostat-Studie von 2016 ist der öffentliche Sektor in Luxemburg einer der kleinsten der Europäischen Union.

Beschäftigung im öffentlichen Dienst in Luxemburg

So macht die Beschäftigung im öffentlichen Dienst nur 12% des gesamten Arbeitsmarktes des Großherzogtums aus, im Jahr 2000 waren es noch 11%. Zudem zählte Luxemburg laut einer Studie von Statec über die "Dauerbeschäftigung im öffentlichen Dienst" im Jahr 2017 40.007 Beamte. Von den EU-Mitgliedstaaten erreichte nur Deutschland einen besseren Wert (10%) und liegt somit an der Spitze des Eurostat-Rankings. Hinter Luxemburg liegen insbesondere die Niederlande mit 13 % sowie Italien mit 14 %. Portugal, Irland und Spanien liegen bei 15 %.

Innerhalb der Europäischen Union macht die Beschäftigung im öffentlichen Dienst 16 % der Gesamtbeschäftigung aus. Dieser Wert ist seit den 2000er Jahren stabil. Die Beschäftigung im öffentlichen Dienst umfasst unter anderem Beamte und Mitarbeiter des öffentlichen Sektors (auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene) sowie die Streitkräfte.

Bei den Löhnen erfasste eine Studie von 2014 die höchsten monatlichen Bruttoeinkommen (ausgenommen Gesundheits- und Bildungswesen) unter den EU-Mitgliedstaaten in Dänemark, Irland, Schweden und den Niederlanden. Die Löhne schwankten hierbei zwischen 3600 und 4500 Euro. In Luxemburg sind die Lohnniveaus im öffentlichen Dienst recht komfortabel: Das Bruttomonatsgehalt eines Beamten beträgt 3073 Euro. Der europäische Durchschnitt liegt bei 2600 Euro.

Typisch luxemburgische Besonderheiten

Der luxemburgische Arbeitsmarkt ist sehr offen für die Großregion, welche die deutschen Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland, die französische Region Grand Est und die belgische Provinz Luxemburg umfasst. So stammen von den knapp 406.294 im Jahr 2017 erfassten angestellten Arbeitskräften 45 % aus den Nachbarländern - insgesamt mehr als 183.000 Personen. Hinzu kommen gebietsansässige Arbeitskräfte unterschiedlichster Herkunft und Sprachen.

  • Das Land kennt drei Verwaltungssprachen - Luxemburgisch, Deutsch und Französisch - in denen alle Verwaltungen (im Rahmen des Möglichen) Anfragen zu beantworten haben. Zu diesen Sprachen kommt das Englische als weitverbreitete gesprochene Sprache hinzu, auch wenn die absolute Mehrheit der Dokumente nur auf Französisch oder Deutsch verfasst werden.
  • Der luxemburgische öffentliche Dienst steht Gebietsansässigen aus aller Welt und Grenzgängern, die auch die Leistungen des luxemburgischen Staates genießen, gegenüber.

(Dieser Artikel wurde von der Redaktion von luxembourg.lu verfasst)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 09-08-2018