IKT

Luxemburg wurde als europäischer Sitz des HPC-Netzes ausgewählt

Superrechner und entsprechende Apps halten in Luxemburg Einzug, um sich den Herausforderungen der Digitalisierung zu stellen.

Die Europäische Kommission hat entschieden, EuroHPC, ein europäisches Netzwerk von Supercomputern, im Großherzogtum Luxemburg anzusiedeln. Die Entscheidung, EuroHPC in Luxemburg zu positionieren, hat folgenden Umstand bestätigt: "Luxemburg ist ein innovatives Land" und "bereit, eine wichtige Rolle in der Durchführung des europäischen Aktionsplans für Digitalisierung zu spielen".

Darüberhinauserhält das Land 2019 seinen eigenen"High Performance Computer" (HPC). Später soll dieser Supercomputer, der zu 35 % von Europa kofinanziert wird, an das globale EuroHPC- Netz angeschlossen werden.

Die Industrie 4.0 unterstützen

Ziel des Projekts ist die Vervollständigung des transeuropäischen Supercomputer-Netzes zugunsten der Industrie 4.0, also zur Digitalisierung von Unternehmen und Produktionsverfahren, sowie zu Forschungszwecken. Darüberhinaus wird EuroHPC die Koordinierung und das Management der verschiedenen europäischen Ressourcen übernehmen, die notwendig sind, um Supercomputer zu entwickeln.

Im Rahmen dieses Vorhabens sollen Anwendungen entwickelt werden, die als Konzept für eine „Smart Nation“ dienen können: Die Rechenleistung des HPC soll dazu beitragen, das tägliche Leben zu erleichtern und die Wirtschaft zu unterstützen. Angepeilt sind insbesondere die Bereiche Finanztechnologien (FinTech), Landentwicklung, Mobilität, Energie, Bauwesen, Wasserwirtschaft, Stadtentwicklung, Landwirtschaft und Industrieproduktion 4.0.

Die Luxemburger Tochtergesellschaft wird eine Summe von einer Milliarde Euro aus öffentlichen Geldern verwalten, die ab jetzt bis 2020 investiert werden . Die Hälfte dieser Summe(486 Millionen Euro) wird von der EU zur Verfügung gestellt, der Rest von verschiedenen Mitgliedstaaten und assoziierten Ländern, die Teil der Initiative.

EuroHPC als Partnerschaft

EuroHPC wird die Form einer öffentlich-privaten-Partnerschaft haben. Das gemeinsame Vorgehen wird den rechtlichen, vertraglichen und organisatorischen Rahmen für die Mitglieder bilden. Diese Mitglieder sind unter anderem die EU, einzelne EU-Staaten, Drittländer, die mit dem Programm Horizon 2020assoziiert sind, und private Vereinigungen.

EuroHPC, ein Projekt, das 2015 beim European Data Forum in Luxemburg angekündigt und im März 2017 unterzeichnet wurde, basiert auf einer Kooperation zwischen den Unterzeichnerstaaten,darunter Luxemburg, Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, die Niederlande und Portugal. Belgien, Slowenien, Bulgarien, die Schweiz, Griechenland sowie Kroatien gehören der Initiative seit 2017 an.

(Dieser Artikel wurde von der Redaktion von luxembourg.lu verfasst)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 20-07-2018