Beschäftigung und Arbeit

Der „Quality of work Index Luxembourg“ (QoW-Index) erkundigt sich nach unserem Wohlbefinden am Arbeitsplatz

Die fünfte Ausgabe des "Quality of Work Index" zieht eine gemischte Bilanz: ja, die Technologie erlaubt eine höhere Produktivität, allerdings zulasten der geistigen Gesundheit der Angestellten.

16-qowBeim „Quality of work Index Luxembourg“ (QoW-Index) handelt es sich um eine Umfrage, die seit 2013 jedes Jahr stattfindet und die Erfassung von Daten über die Arbeitsqualität und -bedingungen in Luxemburg ermöglicht. Die Befragung bezieht sich insbesondere auf die Anforderungen und die Belastungen im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit, die Arbeitszeiten, die Fortbildungsmöglichkeiten und die Beteiligung an Unternehmensentscheidungen.

Eine leicht zunehmende allgemeine Zufriedenheit

Im Jahr 2017 gaben 72 % der 1.522 Befragten, darunter ein Drittel Grenzgänger, an, mehr Arbeitsqualität zu haben, 28 % sprachen dagegen von einer schlechten Arbeitsqualität. Im Jahr 2016 betrug diese Quote 68 % bzw. 32 %. Die Gefahr eines Arbeitsunfalls geht seit 2015 kontinuierlich zurück. Eine von fünf Personen war im Jahr 2015 Opfer eines Arbeitsunfalls gegenüber einer von sieben Personen in 2017.

Das Zeitalter der Digitalisierung

Die Digitalisierung betrifft direkt oder indirekt 89 % der Teilnehmer. Arbeitnehmer, die eine „intellektuelle“ berufliche Tätigkeit ausüben, stellen fest, dass die Digitalisierung die Produktivität erhöht, aber auch die Anzahl zu erfüllender diverser Aufgaben („multitasking“). Dies verpflichtet zum beständigen Ausbau neuer Kompetenzen. Die neuen Kommunikationstechnologien führen für die Arbeitnehmer (über ein Drittel) auch dazu, dass sie jederzeit - per E-Mail oder Smartphone - außerhalb des Arbeitsplatzes und der Arbeitszeiten kontaktiert werden können.

Konflikt zwischen Berufs- und Privatleben

Während im Jahr 2014 noch 13 % der Befragten angaben, häufig Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben zu haben, erreichte dieser prozentuale Anteil im Jahr 2017 bereits 18 %. Die tatsächliche Wochenarbeitszeit überschreitet die vertraglich festgelegte Arbeitszeit durchschnittlich um 2,5 Stunden. Im Jahr 2014 zeigten fast zwei von zehn Teilnehmern berufliche Erschöpfungszustände; 2017 weist mittlerweile einer von vier Arbeitnehmern Zeichen einer potenziellen Überforderung auf.

Angesichts dieser gemischten Bilanz legt der Vorsitzende der CSL, Jean-Claude Reding, den politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern und insbesondere den am Rifkin-Prozess betreffend die 3. industrielle Revolution beteiligten Personen nahe, die sich hinter diesen Zahlen verbergenden Zeichen nicht zu ignorieren.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 07-05-2018