Kooperation und humanitäre Hilfe

Luxemburg für seine Entwicklungshilfe gut bewertet

Luxemburg wurde für seinen großzügigen Beitrag zur staatlichen Entwicklungshilfe gelobt. Dies zeigen die Ergebnisse der Peer-Review durch das Komitee für Entwicklungshilfe (CAD) in Paris.

18-ocdeAlle 5 Jahre wird jedes Mitglied des CAD einer Peer-Review unterzogen, um seine Einhaltung der eingegangenen Verpflichtungen zu verfolgen und Verbesserungsvorschläge auszusprechen.  In diesem Zusammenhang begrüßte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Tatsache, dass Luxemburg nach Norwegen der großzügigste Geldgeber des CAD   - das 30 internationale Mitglieder zählt - ist und 1 % seines Bruttonationaleinkommens (BNE) der öffentlichen Entwicklungshilfe (ODA) widmet, womit es das internationale Ziel von 0,7 % übersteigt. Sie bemerkt anerkennend, dass 59 % der bilateralen Interventionen Luxemburgs im Afrika südlich der Sahara und 52 % in den am wenigsten entwickelten Ländern stattfinden. Etwa die Hälfte der luxemburgischen bilateralen Hilfe zielt auf Gesundheit, Bildung und lokale Entwicklung ab.

353 Millionen Euro Entwicklungshilfe

Luxemburg wendete im Jahr 2016 353 Millionen Euro für ODA auf. Die Hauptempfängerländer der luxemburgischen Entwicklungszusammenarbeit waren 2016 Burkina Faso, Niger, Senegal, Laos, Mali, Nicaragua und die Kap Verden.

"Die CAD-Peer-Review bekräftigte deutlich, dass unsere Bemühungen, die Armut auszurotten, nachhaltige Ergebnisse hervorbringen", stellt Romain Schneider, Minister für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe, fest. "Unsere Peers betrachten uns als verlässlichen und flexiblen Geldgeber."

Nicht auf den Lorbeeren ausruhen

Beim Thema zukünftige innovative Finanzmechanismen stellte die CAD-Vorsitzende Charlotte Petri Gornitzka fest, dass "Luxemburg sich auf seine Erfahrung im Bereich der grünen Finanzwirtschaft stützen könnte, um die Möglichkeiten zu erkunden, die sein Finanzplatz zur Mobilisierung zusätzlicher Finanzierungen bietet, und neue Partnerschaften für die Entwicklung zu knüpfen".

Komitee für Entwicklungshilfe

Die Bewerbungen der Länder, die in das CAD aufgenommen werden möchten, werden anhand folgender Kriterien bewertet: Vorhandensein von geeigneten Strategien, Politik und institutionellen Rahmenbedingungen, die die Möglichkeit garantieren, ein Kooperationsprogramm für die Entwicklung umzusetzen, und das Vorhandensein eines Kontroll- und Bewertungssystems der Leistungen.

(Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 07-05-2018