Wirtschaft

Bericht der OECD über Luxemburg

Willkommene Strategie für eine dritte industrielle Revolution

Rapport OCDEIn ihrer letzten Wirtschaftsstudie über Luxemburg analysiert die OECD die Faktoren, die die Stabilität der wirtschaftlichen Ergebnisse des Landes erklären, sowie die öffentliche Politik, auf deren Grundlage das Wachstum grüner und widerstandsfähiger werden kann. Die Studie behandelt auch die Diversifizierung der luxemburgischen Wirtschaft sowie den Faktor der Immigration und den Arbeitsmarkt und gibt so einen allgemeinen Überblick über die wirtschaftliche Leistung Luxemburgs.

Sehr solide wirtschaftliche Leistungen

Laut der OECD zeigt Luxemburg äußerst solide wirtschaftliche Leistungen dank der Dynamik des Dienstleistungssektors, vorteilhafter Rechtsvorschriften für Unternehmen, der Berechenbarkeit des Steuersystems, der soliden Haushaltspolitik und einer Offenheit gegenüber internationalen Talenten.

Luxemburg bleibt in der Tat das Land mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen innerhalb der OECD, dies dank der Dynamik des Dienstleistungssektors, wobei hier insbesondere die Bank- und Finanzdienstleistungen zu nennen sind.

Insbesondere was den Finanzsektor angeht, hebt die OECD den hohen Entwicklungsstand des Finanzplatzes sowie die zufriedenstellende Aufsicht hervor. Angesichts des hohen Gewichts dieses Sektors gegenüber der restlichen luxemburgischen Wirtschaft empfiehlt die OECD vor dem Hintergrund der Förderung eines resilienteren Wachstums jedoch den Ausbau der Kapazität, auf Systemebene regelmäßig Stresstests betreffend die Beziehungen zwischen Fonds und Banken durchzuführen.

Die dritte industrielle Revolution wird das Land verändern

Im Bericht wird jedoch auch darauf hingewiesen, dass die Wirtschaft ihre Abhängigkeit vom Finanzsektor vermindern sollte. Dementsprechend unterstützt die OECD die Regierungsstrategie „für eine dritte industrielle Revolution“, die auf neuen digitalen Technologien und erneuerbaren Energien gründet. Die Strategie soll es Luxemburg ermöglichen, sich in diesen beiden Sektoren weiterzuentwickeln und aus dem ganzen Land eine wahres Kompetenzzentrum für neue Technologien zu machen.

Eine gegenüber dem Ausland offene Wirtschaft

Die ausländische Investition wird durch vorteilhafte Rechtsvorschriften für Unternehmen, die Stabilität des Steuersystems und eine solide makroökonomische Politik begründet. Ausländische Arbeitskräfte werden durch die Fülle an Arbeitsplätzen angelockt, und zahlreiche Grenzgänger pendeln täglich nach Luxemburg, um dort zu arbeiten. De facto werden über 40 % der Arbeitsplätze von Nicht-Gebietsansässigen besetzt, und 45 % der Gebietsansässigen besitzen nicht die luxemburgische Staatsangehörigkeit. Aufgrund des hohen Anteils an Grenzgängern ist das Bruttonationaleinkommen (RNB), das das Faktoreinkommen aus der auf Nicht-Gebietsansässige entfallenden Inlandsproduktion nicht berücksichtigt, etwa um ein Drittel niedriger als das Bruttoinlandsprodukt (BIP).

(Dieser Artikel wurde von der Redaktion von luxembourg.lu verfasst / Quelle: OECD)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 27-07-2017