Hauptstadt

Der Mansfeld-Park öffnet seine Pforten

Der Park im Vorort Clausen befindet sich am Ort eines mythischen Schlosses.

20-cinemaAus Anlass des 500. Geburtstags von Graf Mansfeld hat die Stadt Luxemburg den umgestalteten Park an dem Ort eröffnet, an dem sich einst ein wunderbares Schloss erhob, umgeben von einem Park mit Springbrunnen und exotischen Pflanzen.. Der Park, der im Beisein der Bürgermeisterin der Stadt Luxemburgm, Lydie Polfer, und des Staatssekretärs für Kultur, Guy Arendt, eröffnet wurde, empfängt ab nun das ganze Jahr hindurch Besucher und lädt zu Spaziergängen und Entspannung auf dem ehemaligen Gelände der Grafschaft ein.

Ein Zentrum für die lokale Gemeinde

Im Moment ist die Umgestaltung des Parks, der sich zwischen der Place Sainte-Conégonde und der Rue de Clausen befindet, provisorisch und schließt unter anderem eine Pétanque-Bahn, ein öffentliches WC, einen Trinkwasserbrunnen, Bänke und andere Sitzgelegenheiten ein. Im Rahmen der zukünftigen und definitiven Umgestaltung ist jedoch vorgesehen, auf die von den Bewohnern des Vororts geäußerten Bedürfnisse einzugehen, durch die Aufnahme von anderen Elementen, die aus dem Park einen angenehmen und benutzerfreundlichen Treffpunkt zu machen.

Im hinteren Bereich des Parks gehen archäologische Ausgrabungen in der Umgebung des alten Schlosses weiter. Dank der an Illustrationen und Erklärungen reichen historischen Zeitleiste erhalten die Besucher einen Überblick über die Entwicklung dieses Teils der Stadt vom Mittelalter bis heute, und besonders in der Renaissance. Die Stadt sieht eine eingehende Studie des historischen Erbes (Park und Schloss) vor, die zu einem Gesamtrealisierungsprojekt führen soll, und sowohl aktuelle Bedürfnisse als auch die außergewöhnlichen historischen Werte vor Ort aufnehmen.

Ein Schmuckstück wie fast aus einer vergangenen Welt

Das Schloss, "La Fontaine" genannt, das sich im Vorort Clausen befand, war der Wohnsitz des Gouverneurs der spanischen Niederlande, Pierre- Ernest de Mansfeld (1517-1604). Als eifriger Sammler von Büchern und Kunst ließ Mansfeld sich einen Besitz erbauen, der zu einem der bekanntesten der spanischen Niederlande wurde. Bedauerlicherweise wurde der Besitz während des 17. Jahrhunderts großteils zerstört. Reste bestehen noch, aber die Mehrheit der Gebäude und Höhlen wurden in den Jahrhunderten nach dem Tod von Mansfeld in andere Bauwerke vor Ort integriert.

Bis heute haben Grabungen ermöglicht, unter anderem besonders seltene Überreste des 16. Jahrhunderts freizulegen, die zu dem Besitz gehörten, namentlich das Neptunbecken, die künstliche Grotte, den Sakt-Peter-Brunnen und den Venus-Brunnen.

(Dieser Artikel wurde von der Redaktion von luxembourg.lu verfasst, Quelle: Pressemitteilung der Stadt Luxemburg)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 24-07-2017