Wirtschaft

Neue Beihilferegelungen für Forschung, Entwicklung und Innovation für Unternehmen vorgestellt

KMU und Start-ups erhalten mehr Beihilfen

Nouvelles mesures d'aide à la RDIMit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes zur Beihilferegelung für Forschung, Entwicklung und Innovation (FEI) richtet Luxemburg sich nach den Zielen der Gemeinschaftspolitik in diesem Bereich. Im Rahmen dieser Bestrebungen wurden neue Maßnahmen eingeführt und bestehende Mittel ergänzt.

Eine Gelegenheit wurde ergriffen

Tatsächlich konkretisieren die neuen Maßnahmen die Reform der Beihilfen in Sachen FEI, die im Rahmen der Anpassung der Unternehmensbeihilferegelungen an die Ziele der Gemeinschaftspolitik in diesem Bereich unternommen wurden. Das Wirtschaftsministerium beschloss, alle Gelegenheiten, die der europäische Rahmen bietet, umzusetzen, um private Unternehmen dazu anzuregen, ihre F&E-Ausgaben zu steigern, ihre Bestrebungen im Bereich Innovation zu vergrößern sowie Partnerschaften zwischen privaten Unternehmen und öffentlichen Forschungszentren zu fördern.

In diesem Rahmen fasst die Innovationsbeihilferegelung zugunsten der KMU mehrere alte Maßnahmen zusammen, die speziell FEI in kleinen und mittelständischen Unternehmen fördern und ihnen den Zugang zu FEI-Beihilfen erleichtern soll. Weitere Änderungen betreffen die Beihilferegelung zu technischen Durchführbarkeitsstudien, für die ein Einheitssatz gelten wird, und die Höchstgrenze der jungen innovativen Unternehmen bereitgestellten Beihilfen, die auf 800.000 Euro festgelegt wird. Außerdem werden die Obergrenzen für von KMU getragene innovative Projekte in den Bereichen Verfahren und Organisation auf 50 % erhöht.

Eine neue Maßnahme für Investitionshilfen zugunsten von Forschungsinfrastruktur ergänzt die bestehenden Beihilfen zur FEI-Unterstützung und ermöglicht jetzt, den Kauf von Forschungsausrüstung, die geteilt werden soll, zu unterstützen. Zudem sieht die neue Gesetzgebung als Ergänzung der Subventionen, wie sie bisher gehandhabt wurden, die Möglichkeit vor, in Zukunft Beihilfe in Form von rückzahlbaren Vorschüssen, Eigenkapitalbeteiligung für junge innovative Unternehmen oder auch in Form von vergünstigten Darlehen oder Steuergutschriften zu gewähren.

In Anwendung des alten FEI-Beihilfegesetzes (Gesetzesnovelle vom 5. Juni 2009 zur FEI-Förderung) stellte das Wirtschaftsministerium im Anwendungszeitraum des Gesetzes zwischen Juli 2009 und Juni 2017 insgesamt 375 Millionen Euro in Form der verschiedenen Beihilferegelungen zur Verfügung und unterstützte somit 655 Projekte im Bereich Innovation und Forschung finanziell. Dank dieser Beihilfen konnten die betreffenden Unternehmen in Luxemburg über eine Milliarde Euro investieren.

(Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 13-07-2017