Kultur

Luxemburg in Arles in aller Munde

26 luxemburgische Künstler sind auf dem Festival von Arles vertreten.

22-arlesDas renommierte Festival von Arles findet vom 3. Juli bis 24. September statt. 25 Ausstellungsorte, 250 Künstler, 15.000 m2 Ausstellungsfläche, dies alles bietet in wenigen Worten das Fotofestival „Rencontres Photographiques“ seinen Gästen im Rahmen seiner 48. Ausgabe.

Auf nach Arles

In diesem Jahr hat sich Luxemburg einen festen Platz im „fotografischen Mekka“ erarbeitet, das im Süden Frankreichs gelegen ist. Erstmals präsentieren 26 luxemburgische Künstler ihre Aufnahmen in diesem Epizentrum der zeitgenössische Fotografie. Der „luxemburgische Pavillon“ wird in der Chapelle de la Charité (Boulevard des Lices) errichtet.

„Unsere Teilnahme in Arles ist eine enorme Chance für Luxemburg und ein wichtiges Event für den luxemburgischen Kultursektor“, erklärt der Staatssekretär für Kultur, Guy Arendt. Das aus öffentlichen Finanzierungen resultierende Budget beläuft sich auf 250.000 Euro. Das Ministerium für Kultur, das sich zu 45 % an den Kosten beteiligt, ist eine dreijährige Partnerschaft mit der unabhängigen Vereinigung Lët’z Arles eingegangen, um eine dauerhafte Beteiligung am Festival sicherzustellen.

Diese Vereinigung, die von Fachleuten der Kunstszene gegründet wurde und für die Organisation zuständig ist, begrüßt in ihren Reihen Marita Ruiter (Galerie Clairefontaine), Paul di Felici (European Month of Photography), Michèle Walerich, Anke Reitz und Anouk Wies.

Um auf das fotografische Kulturerbe Luxemburgs aufmerksam zu machen, wurde eine Plattform namens „Flux Feelings“ auf die Beine gestellt. Dieses Projekt, dessen Name auf Licht, Bewegung und Gefühle anspielt, bietet zeitgenössische Werke von in Luxemburg tätigen Künstlern.

Ein Sprungbrett für Fotografen

Mit über 40 Ausstellungen, die an verschiedenen außergewöhnlichen historischen und kulturellen Orten gezeigt werden, offeriert dieses große Event jedes Jahr eine Ausstellung von unveröffentlichten fotografischen Werken. Das im Jahr 1970 von dem Fotografen aus Arles Lucien Clergue, dem Schriftsteller Michel Tournier und dem Historiker Jean-Maurice Rouquette ins Leben gerufene Festival von Arles hat seit seiner ersten Ausgabe sowohl in der Öffentlichkeit als auch in den Medien zunehmend an Popularität gewonnen.

Im Jahr 2016 zählten die „Rencontres photographiques“ rund 104.000 Besucher, darunter 24.000 Personen aus der Fachszene. Für Letztere dient das „Festival von Arles“ als Sprungbrett, um internationale Bekanntheit zu erlangen.

Nach dem Ende des Festivals von Arles wird die luxemburgische Ausstellung im Cercle Cité gezeigt werden, jedoch erst ab dem Frühjahr 2018.

(Dieser Artikel wurde von der Redaktion von luxembourg.lu verfasst)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 28-06-2017