Wirtschaft

Lebenshaltungskosten: die Schweiz europaweit an der Spitze

Aus der „Cost of Living“-Studie des Beratungsunternehmens ECA International geht die Hauptstadt von Angola als die weltweit teuerste Stadt hervor.

livingDie für Expatriates teuersten Städte sind nicht immer diejenigen, die einem zuerst in den Sinn kommen. Wenn man glaubt, dass London oder New York die teuersten Metropolen auf unserem Planeten wären, irrt man sich. Die Lebenshaltungskosten in einem Entwicklungsland können sich tatsächlich als kostspieliger erweisen.

Die Cost of Living-Studie des Beratungsunternehmens ECA International liefert uns den entsprechenden Beweis. Laut dem Bericht des auf internationale Mobilität spezialisierten Unternehmens sind die Lebenshaltungskosten für Expatriates weltweit in der angolanischen Hauptstadt Luanda am höchsten. Aber auch Caracas (Rang 9) und Khartum (Rang 10) sind Städte, die teurer als große Hauptstädte wie London oder Paris sind. Auf dem zweiten Platz dieses Rankings liegt übrigens Hongkong.

Leichter Anstieg der Preise in Luxemburg

Im europäischen Ranking ist die Schweiz unter den für Expatriates kostspieligsten Top 10-Städten gebührend vertreten. Zürich, Genf und Basel belegen die Spitzenplätze. Luxemburg selbst liegt europaweit auf Rang 24.

Weltweit belegt das Großherzogtum ganz knapp vor London den 131. Platz. Laut den Statistikern, die das Preisniveau in über 400 Städten weltweit vergleichen, haben die Preise in Luxemburg in den letzten zwölf Monaten leicht angezogen. Unter Berücksichtigung des schwachen Euros während des letzten Jahres waren die Lebenshaltungskosten dennoch niedriger als in anderen Städten. Seit 2012 hat Luxemburg 48 Plätze in der Liste der teuersten Länder eingebüßt.

ECA International vergleicht die Höhe der Lebenshaltungskosten unter Zugrundelegung der Preise für Güter und Dienstleistungen, die häufig von Expatriates verbraucht werden, z. B. Lebensmittel, grundlegende Ausgaben (Haushaltsgüter, Freizeitgüter) und allgemeine Aufwendungen (Kleidung, elektronischen Geräte, Alkohol und Tabak). Der auf diese Weise berechnete Lebenshaltungskostenindex spiegelt somit die alltäglichen Aufwendungen der Expatriates wider, beinhaltet jedoch keine Kosten für Unterkunft, Dienstleistungen (Elektrizität, Gas, Wasser), den Kauf eines Fahrzeugs oder die Schulkosten. 

(Dieser Artikel wurde von der Redaktion von luxembourg.lu verfasst)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 21-06-2017