Kino

Luxemburg unterzeichnet das überarbeitete Europäische Übereinkommen über die Gemeinschaftsproduktion

Mehr Spielraum für Produzenten

Signature de la convention européenne sur la coproduction cinématographiqueIm Rahmen des 46. Internationalen Filmfestivals Rotterdam hat Pierre-Louis Lorenz, Botschafter des Großherzogtums Luxemburg in Den Haag (Niederlande), am Montag, dem 30. Januar 2017 das überarbeitete Europäische Übereinkommen über die Gemeinschaftsproduktion unterzeichnet.

Dieses neue Übereinkommen beruht auf dem erfolgreichen Europäischen Kulturabkommen von 1992 – zu dessen Unterzeichnern auch Luxemburg gehört – und bietet für Produzenten aus unterschiedlichen Ländern einen modernisierten rechtlichen und finanziellen Rahmen bei der Beteiligung an Filmproduktionen.

Der neue Text soll Produzenten bei internationalen Gemeinschaftsproduktionen mehr Spielraum verschaffen und auch die Verfahren auf den neuesten Stand bringen, mit denen in den koproduzierenden Ländern Filme bestimmten Herkunftsstaaten zugeordnet werden. Daneben wurde der Geltungsbereich des Übereinkommens auf nicht-europäische Länder ausgeweitet. Dies entspricht der kürzlich erfolgten Öffnung des EUROIMAGES-Fonds des Europarats für Länder außerhalb Europas, wie etwa Kanada.

An der Unterzeichnungsfeier nahmen neben Luxemburg auch die Niederlande, Griechenland, Italien, Malta, Norwegen, Portugal, Serbien, die Slowakei und Slowenien teil. Die übrigen Mitgliedsstaaten des Europarats dürften den neuen Text ebenfalls innerhalb eines Jahres unterzeichnen, wodurch die Zahl der teilnehmenden Länder auf 47 steigen würde.

Guy Daleiden, der ebenfalls bei der Feier anwesende Direktor des Nationalen Filmfonds (Luxemburg Filmfund), zeigte sich erfreut über die baldige Umsetzung des neuen Vertrags und über mehr Flexibilität für Länder wie Luxemburg. Das Großherzogtum richtet ein besonderes Augenmerk auf internationale Produktionen und beteiligt sich aktiv am EURIMAGES-Fonds. Die vereinfachte Vereinbarung wird auf jeden Fall eine Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit nach sich ziehen.

(Quelle: Pressemitteilung des Nationalen Filmfonds)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 27-04-2017