Wirtschaft

Luxemburg in Sachen Reduzierung der Ungleichheiten unter den Top 2 der Weltwirtschaften

IDI-indexGemäß dem Bericht 2017 des Weltwirtschaftsforums belegt Luxemburg Rang 2 des IDI-Rankings (IDI - Inclusive Growth and Development Index) – ein neu entwickelter Index, der in Bezug auf den wirtschaftlichen Entwicklungsgrad der Länder im Vergleich zu anderen Modellen, die ausschließlich auf dem BIP/Kopf beruhen, nuancenreicher und vielfältiger ist.

Förderung des integrativen Wachstums zur Reduzierung der Ungleichheiten

Um das Wachstum eines Landes nachhaltiger und solider zu gestalten und positive Wechselwirkungen für die soziale Inklusion sicherzustellen, ist es notwendig: die Bevölkerung und den Lebensstandard ins Zentrum der nationalen und internationalen Wirtschaftspolitik jeder Nation zu rücken.

Der Index des Weltwirtschaftsforums für integrative Entwicklung (IDI) klassifiziert die Industrieländer unter Zugrundelegung ihrer Leistungen gegenüber Leistungsindikatoren, die Parameter wie Armut, Ungleichheiten angesichts der Staatsverschuldung und Umwelt einbeziehen.

Luxemburg belegt Platz 2 unter den von Nordeuropa dominierten Top 10 von 30 Ländern mit ähnlichen Ressourcen. Dieser Platz lässt sich anhand eines starken Wachstums und einer soliden Beschäftigung, eines hohen Medianlebensstandards, eines guten Umweltmanagements und einer niedrigen Staatsverschuldung erklären.

Es sei zudem darauf hingewiesen, dass das Großherzogtum bei den drei wichtigsten nationalen Leistungsindikatoren (definiert durch 7 politische und institutionelle Indikatoren, siehe nebenstehende Abbildung) des Berichts sehr gut abschneidet: mit einem Ergebnis von 6,11/7 in Sachen Wachstum und Entwicklung, 5,47 bei der Inklusion und 6 in Bezug auf die ausgewogene Lastenverteilung zwischen den Generationen, was dem Land ein Gesamtergebnis von 5,86 von maximal 7 Punkten einbringt.

Mehr zur Methode des IDI

Insgesamt deckt der Bericht 109 Volkswirtschaften weltweit ab. Er dient zu einem besseren Verständnis der Mechanismen (politisch und institutionell), die von jedem Land genutzt werden können, um das Wirtschaftswachstum integrativer zu gestalten, wobei die Bevölkerung ermutigt wird, zu arbeiten, zu sparen und zu investieren.

Zwecks aussagekräftiger Vergleiche und der bestmöglichen Veranschaulichung der Situation der Länder im Vergleich zu Nationen mit ähnlichen Ressourcen werden die analysierten Gebiete gemäß ihrem BIP/Kopf in 4 Gruppen unterteilt: fortgeschrittene Länder, Länder mit überdurchschnittlichem Einkommen, Länder mit unterdurchschnittlichem Einkommen und Länder mit niedrigem Einkommen. Luxemburg befindet sich in der 1. Gruppe, d. h. in der Gruppe der fortgeschrittenen Länder.  

Dieser Index steht zudem in direktem Zusammenhang mit einem der vorrangigen Ziele der Europäischen Union für 2020: Förderung des integrativen Wachstums.

Worin besteht das integrative Wachstum?

Auf EU-Ebene setzt es sich vorwiegend aus den folgenden Kernzielen zusammen:

  • Anhebung der Quote der qualifizierten Beschäftigung,
  • Investition in personelle Kompetenzen und Bildung,
  • Modernisierung des Arbeitsmarkts und der sozialen Absicherung,
  • Ernte der Früchte dieses Wachstums innerhalb der gesamten Europäischen Union.

(Dieser Artikel wurde von der Redaktion von luxembourg.lu verfasst)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 31-01-2017