Erziehung und Bildung

Future Hub: Ein Label für innovative Lyzeen im ICT-Bereich

"Hütten" zum Büffeln für die neuen Technologien.

Présentation du Future HubWussten Sie, dass etliche ICT-Hauptakteure ihren Sitz in Luxemburg haben? Wussten Sie, dass in Luxemburg acht Datenzentren der höchsten Kategorie, Tier IV, stationiert sind? Dass Luxemburg beim europäischen Superrechner-Projekt die federführende Rolle einnimmt?

Es besteht viel Bedarf an Know-how und Fachkräften, um den ICT-Bereich in Luxemburg auszubauen. Diesem Bedarf kann nur mit der Unterstützung der luxemburgischen Schulen Rechnung getragen werden.

Daher die Idee des Ministeriums für Erziehung, Kinder und Jugend, das Label "Future Hub" einzuführen, um innovative Sekundarschulen im Bereich des ICT anzuerkennen. Das Label ist Teil der Strategie Digital for Education, die vor zwei Jahren mit dem Ziel vorgestellt wurde, junge Menschen auf die Computerwelt vorzubereiten und das digitale Potential im Unterrichtswesen zu nutzen.

In einer ersten Phase geht es um die Ausbildung von Computerfachleuten, die in einigen Jahren als Speerspitze der digitalen Wirtschaft in Luxemburg fungieren können. Minister Claude Meisch vergleicht die heutige Lage sogar mit dem Aufblühen der Eisen- und Stahlindustrie vor 120 Jahren! Mehrere Lehrlingsschulen, die sogenannten "Léierbuden" (wörtlich "Lernhütten"), wurden damals eröffnet, um das Fabrikpersonal auszubilden.

Drei Sekundarschulen werden als Kompetenz- und regionale Ausbildungszentren mit dem Label ausgezeichnet: das Lycée des Arts et Métiers in Luxembourg (LAM), das Lycée technique Esch/Alzette (LTE) und das zukünftige Lycée Edward Steichen in Clervaux (LESC). Auf dem Programm des Future Hub steht neben der Verleihung des Labels auch die Schaffung einer neuen Fachrichtung, nämlich der "Section I - Informatique et communication" (Sektion I - EDV und Kommunikation) im Sekundarunterricht.

Funktionieren werden die Future Hubs wie Fachschulen für EDV und Wissenschaften, mit den Schwerpunkten Programmierung, Verwaltung sehr großer Datenbanken (big data), FinTech-Anwendungen und Videospielentwicklung (gaming). Die Lehrgänge werden in den unterschiedlichen Schulsparten zugänglich sein, sowohl im Sekundarunterricht als auch im technischen Sekundarunterricht: Berufliches Befähigungsdiplom (diplôme d’aptitude professionnelle, DAP), Technikerdiplom (diplôme de technicien, DT), Abschlusszeugnis des allgemeinen Sekundarunterrichts und weitere Diplomarten.

Das Future Hub-Konzept steht auch im Zusammenhang mit einer neuen Sichtweise der Schule als Ort der Begegnung, des Entdeckens und der Auseinandersetzung mit der ICT-Welt. Anders ausgedrückt vermitteln die neuen Kurse den Schülern alle erforderlichen Instrumentarien und Fachkenntnisse, um in einer zweiten Phase ein eigenes Start-up zu gründen.

Um diese Entwicklung zu fördern, stehen die neuen Future Hub-Schulen auch Unternehmen und Innovatoren offen gegenüber.

(Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Erziehung, Kinder und Jugend)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 24-01-2017