Architektur und Stadtplanung

Geoportal: eine neue Plattform zur Ansicht von Bebauungsplänen

Verwaltungsvereinfachung in Sachen Bebauungspläne (Plans d'aménagement du territoire, PAG)

08-geoportailDas Innenministerium hat am 8. Dezember 2015 im Geoportal, der offiziellen nationalen Plattform für geografische Daten und Informationen, eine neue Plattform zur Ansicht der allgemeinen Bebauungspläne (Plans d'aménagement général, PAG) vorgestellt.

Das Projekt ist wesentlicher Bestandteil der Bemühungen der Regierung in Sachen Verwaltungsvereinfachung. Diese Plattform soll für ein beliebiges Grundstück alle Vorschriften anzeigen, die im Zusammenhang mit dem Bausektor stehen, einem Sektor, der zurzeit durch eine ziemlich komplexe Regulierung geprägt ist.

Das neue Instrument wurde vom Innenministerium in enger Zusammenarbeit mit der Dienststelle des Geoportals des Kataster- und Vermessungsamtes (Administration du cadastre et de la topographie) entwickelt.

Ab dem 8. Dezember 2015 werden auf der Plattform http://pag.geoportail.luinsbesondere alle PAG der Gemeinden veröffentlicht, die eine allgemeine Überarbeitung gemäß den Gesetzestexten von 2011 erfahren haben, sowie alle Teilbebauungspläne (Plans d'aménagement particulier, PAP), die in den betroffenen Gemeinden gelten. Es werden ferner alle nationalen Vorschriften verfügbar sein, darunter diejenigen in Sachen Hochwassergebiete oder Naturschutzgebiete.

Die Plattform wird der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, sodass Privatpersonen und Gewerbetreibende sich über die Bebaubarkeit eines bestimmten Grundstücks informieren können, ohne in den unterschiedlichen Gesetzestexten nach den jeweils geltenden Vorschriften suchen zu müssen.

Ein IT-System sortiert die für das betreffende Grundstück geltenden Vorschriften automatisch vor und fasst sie in einem einzigen Bericht zusammen, der dem Antragsteller sofort zur Verfügung steht.

Das Tool ermöglicht also durch den Einsatz der neuesten Informationstechnik, die Transparenz im Bereich der Einsicht von Bauvorschriften grundlegend zu erhöhen. Derzeit müssen sich Betroffene bei den verschiedenen kommunalen und staatlichen Dienststellen nach den geltenden Vorschriften erkundigen, was einen gewissen Kenntnisstand in Bezug auf die geltende Gesetzgebung voraussetzt.

(Quelle: Pressemitteilung des Innenministeriums)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 10-12-2015