Mobilität

Elektromobilität: bis 2020 wird ein nationales Netz von 800 Ladestationen errichtet werden

09-electromobiliteAm 9. November 2015 stellten der Vizepremierminister und Wirtschaftsminister Etienne Schneider und der Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur François Bausch den momentanten Zustand der Errichtung eines nationalen öffentlichen Netzes von Ladestationen vor, zunächst den Vertretern der Gemeindeverwaltungen, und dann der Presse.

Bis 2020 sollen 800 öffentliche Ladestationen für Fahrzeuge mit Elektroantrieb und Fahrzeuge mit einem aufladbaren Hybridantrieb ("Plug-in" Hybridfahrzeuge) entstehen. Diese sind über das gesamte Gebiet verteilt. 400 Stationen werden auf Park+Ride Parkplätzen installiert, der Rest auf öffentlichen Parkplätzen und Parkmöglichkeiten in den Gemeinden. Jede Station ist mit zwei Ladepunkten ausgestattet. So werden insgesamt 1.600 Stellplätze für das Aufladen von Fahrzeugen verfügbar sein.

Die 400 Ladestationen auf den Park+Ride Parkplätzen werden es den Nutzern erlauben, von ihren Elektrofahrzeugen auf den öffentlichen Transport umzusteigen. Die Anzahl an Stationen pro P+R hängt von seiner der Gesamtkapazität ab. Alle Park+Ride Parkplätze mit mindestens 35 Stellplätzen werden wenigstens eine Ladestation erhalten.

Die anderen 400 Stationen werden auf Stell- und Parkplätzen in den Gemeinden aufgestellt werden. Die maximale Anzahl an Ladestationen pro Gemeinde hängt von der Einwohnerzahl und den bis 2020 geplanten Beschäftigungszahlen ab. Allerdings ist mindestens eine Station pro Gemeinde geplant. Die genauen Positionen dieser Stationen müssen bestimmten Kriterien entsprechen, wie zum Beispiel ihrer Nähe zu kommunalen Sonderzielen wie Business-Parks, Schulen, touristischen, kulturellen oder sportlichen Stätten, Geschäfte, Stadtverwaltungen oder Behörden.

Der Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur François Bausch präzisierte, "der endgültige Aufstellungsort jeder Station wird von der Gemeinde festgelegt, nach Beratung mit den Betreibern des Verteilernetzwerks die für das Aufstellen, de Betrieb und die Wartung der öffentlichen Infrastruktur der elektrischen Mobilität verantwortlich zeichnen. Die von den verbundenen Verteilungsnetzbetreibern entstehenden Kosten werden durch die Tarife für die Nutzung des Niederspannungsnetzen abgedeckt. Die Ladeinfrastruktur muss die freie Wahl des Stromlieferanten ermöglichen und muss über ein einheitliches Bezahlsystem auf dem nationalen Gebiet verfügen."

Während seinen Ausführungen bestand der Vizepremierminister und Wirtschaftsminister Etienne Schneider auf die parallele Einrichtung eines zentralen öffentlichen Datenübermittlungssystems zwischen den Ladestationen und den Stromlieferanten: "Jede Station wird über einen intelligenten Zähler verfügen, ganz im Zeichen des "smart meeting" Konzepts für Elektrizität. So werden Elektrofahrzeuge zu einem integralen Teil eines intelligenten Systems welches ein besseres Management der Stromnetzwerke ermöglicht. Die 800 vernetzten Ladestationen werden auch ein Teil der technischen Infrastruktur, im Sinne der Ideen Jeremy Rifkins. Darüber hinaus wird das Netzwerk von Ladestationen, zusammen mit der immer größer werdenden Autonomie von Fahrzeugen mit Elektroantrieb, der Elektromobilität in Luxemburg einen neuen Schwung geben.

(Quelle: Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums und des Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 11-11-2015